Rückkehr zu R3

Letztes Jahr haben Th. Hess & M. Cornelissen im schönen Abri R3 angefangen zu graben. Der Abri-sous-bloc liegt ebenfalls mitten im Geröllfeld von Plan da Mattun, aber im Gegensatz zu den anderen Fundstellen auf der anderen Flussseite. Die ersten Sondierungen waren sofort erfolgreich: Neben einigen Holzkohle-Proben für c14-Datierungen wurden zwei Fragmente von Steingeräten gefunden. Es handelte sich um die abgebrochenen Spitzen eines Bohrers und einer Pfeilspitze. Wir datieren sie ins Jung-/Endneolithikum. Auch in der Nähe der Jamtalhütte, die man über den Futschölpass erreicht, hat es eine in diese Zeit datierte Feuerstelle (etwa zweieinhalb Stunden zu Fuss von Marangun d’Urschai).

Die zwei Steingeräte waren verbrannt. Wir hoffen deshalb, dieses Jahr auch eine Feuerstelle zu finden und weitere Funde zu machen. Das letzte Ziel wurde schon erreicht. Wir haben die Sondierung Richtung Osten und Norden erweitert; später nochmals gegen Westen. Bis jetzt konnten wir einige Quarz- und Silex-Abschläge und Kernabschläge bergen. Eine klare Feuerstelle zeichnet sich noch nicht ab, aber wir nähern uns einer Holzkohle-Schicht/-Linse. Die „Streber“ Dani und Raphi haben in ihrem Schnitt aber auch schon wieder neue Funde gemacht. Auch Conni und Regula waren erfolgreich. Darüber und über andere Ereignisse des idyllischen Lagerlebens wird Thomas berichten.

ZwetschKe & ZwetschKe

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Über silvretta historica

Ein interdisziplinäres und archäologisches Forschungsprojekt des Archäologischen Dienstes Graubünden sowie der Universität Zürich im Silvrettagebirge zur prähistorischen Besiedlungsgeschichte der Alpen, in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Schweiz, Österreich und Deutschland.
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