breaking news plan da mattun 3

6.7.2011: mit christoph, coni und martin geht’s bei bestem wetter via plan da mattun und über den futschölpass auf die jamtalhütte, um den alten passweg mit dem gps aufzunehmen und einige potentielle fundstellen genauer zu überprüfen; unterwegs treffen wir lea auf dem blockgletscher, immer dabei auch ihr digi schmidt 2000; auf der jamtalhütte treffen wir zudem matthias schönherr, den innsbrucker geologiestudenten, der auf der tiroler seite für uns das gebiet kartiert; damit auch die anderen aus dem zeltlager in den genuss der österreichischen küche kommen, bringen wir ihnen von der hütte 4 wiener schnitzel mit; bei den beiden noch offenen sondagen unter den abris L1 und R3 läufts gut, immer wieder kommt auch keramik zum vorschein; coni hat in seiner sondage an der bachseite von abri L3 eine mächtige feuerstelle ausgegraben, leider ohne funde, dh. wir warten mal auf die 14c.daten.

super ergebnisse nach wie vor auch bei jonas, yolanda und linda beim mächtigen felsblock weit oberhalb der alp urschai – nach den neolithischen pfeilspitzen haben wir aus derselben schicht auch keramik! die befunde und entnommenen proben werden noch sehr spannend werden!

7.7.2011: raphael schliesst seine arbeiten am abri L1 ab, wir haben weniger geschafft als geplant (und einige denken deswegen schon an eine fortsetzung 2012), aber erstmals haben wir an diesem komplexen befund strukturen/feuerstellen erkennen und dazu sehr gut datierbares keramikmaterial bergen können; moni und marcel plagt weiterhin die schichtenabfolge unter dem abri R3, wir hoffen, dass wir hier einigermassen fertig werden bis zum wochenende. abends geht’s – von vielen, vor allem den zeltlagerern – sehnlich erwartet, in die therme in scuol und dann zum gemeinsamen abschlusspizzaessen; das wetter ist abends grauenhaft, wir sind froh, dass wir nicht oben und im freien sind.

8.7.2011: jonas und linda schliessen die sondage unter ihrem abri ab (profildoku), anschliessend sichern wir den schnitt und die profile mit grossen schaltafeln und mehreren planen (abermals, herzlichen dank an bezzola denoth@scuol); raphael zeichnet noch (mit viel schweiss) das profil des 2011er-schnitts unter L1; bleibt am schluss noch marcel, mit seinem verwirrenden befund unter dem felsdach R3 (derzeit wenig bis keine funde, aber mehrere feuerstellen, und lea sammelt erste grabungserfahrung); zwischendurch starker regen, aber wir können überall gut arbeiten; von allen sondagen haben wir übrigens wieder eine unmenge an materialproben ins tal geschleppt, die wir ab herbst ausschlämmen werden, um daraus das archäologische material, aber auch kleine tierknochen und mögl. verkohlte makroreste auszulesen; wir können das schwere material dankenswerterweise für mehrere monate im werkhof von ftan zwischenlagern;

unten im tal sind heute bereits mehrere aus unserer gruppe abgereist(olivia, moni, coni, linda, yolanda und jonas); wir werden nun bis samstag abend fortlaufend das gesamte material von der grabung und vom hochlager ins tal bringen, das gibt noch einiges zu tun. dazu bekommen wir noch einmal besuch von geographen, glaziologen und geologen aus zürich und innsbruck.

martin kocht abends tiroler gröstl mit montafoner hirschwurscht, sehr fein!

thomas reitmaier

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Über silvretta historica

Ein interdisziplinäres und archäologisches Forschungsprojekt des Archäologischen Dienstes Graubünden sowie der Universität Zürich im Silvrettagebirge zur prähistorischen Besiedlungsgeschichte der Alpen, in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Schweiz, Österreich und Deutschland.
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