die feuerstellen unterm mikroskop! MIKROMORPHOLOGIE…

im vergangenen herbst 2014 konnten kurz vor ende der ausgrabungen in der silvretta an zwei fundstellen mit stechkästen mehrere sedimentproben entnommen werden (leitung: dr. philipp wiemann, uni basel/ADG). ziel der anschliessenden probenanalyse ist eine genauere klärung der schichtgenese, dh. auf welche weise die mit blossem auge kaum trennbaren archäologischen schichten entstanden sind. hier hilft die methode der sog. mikromorphologie – an der universität basel/IPNA wurden die proben vor kurzem in kunstharz eingegossen und zersägt – bereits jetzt sind die bestandteile der sedimente und einzelne schichtgrenzen, aber auch holzkohle und kleinfunde wie knochenfragmente deutlich besser zu sehen. es folgen nun sehr feine dünnschliffe, die unter dem mikroskop untersucht werden und hoffentlich genaueren aufschluss über die jahrtausende alten feuerstellen und archäologischen niveaus geben.

Über silvretta historica

Ein interdisziplinäres und archäologisches Forschungsprojekt des Archäologischen Dienstes Graubünden sowie der Universität Zürich im Silvrettagebirge zur prähistorischen Besiedlungsgeschichte der Alpen, in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Schweiz, Österreich und Deutschland.
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