Dies ist der Blog zum laufenden Projekt “Silvretta historica”, Teilbereich “Alpine Archäologie in der Silvretta”. Es wird u. a. live über die diesjährigen Forschungen der Universität Zürich in der Silvretta berichten, inbesondere im Zeitraum 14.6. bis 10.7. sowie 20.8. bis 5.9.2011.
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Rückwege – Alpine Archäologie in der Silvretta
Die Abteilung Ur- und Frühgeschichte der Universität Zürich untersucht seit 2007 in einem breit angelegten, internationalen Forschungsprojekt das Silvrettagebirge zwischen dem Unterengadin, Tirol und Vorarlberg. Ausgehend von der prähistorischen Kulturlandschaft mit bronze- und eisenzeitlichen Dauersiedlungen im Talbereich (ca. 1500 m ü. M.) werden über mehrere Jahre hinweg die alpinen Hochweidezonen ab 2000 m ü. M. systematisch und diachron untersucht, um Hinweise auf saisonale Aktivitäten wie Jagd, Alpwirtschaft oder transalpinen Handel zu erarbeiten. Gleichzeitig versuchen verschiedene beteiligte Nachbarwissenschaften die holozäne Klima- und Vegetationsgeschichte dieser Region in Zusammenschau mit der menschlichen Besiedlungsdynamik zu rekonstruieren. Dabei wird immer mehr die hohe Anzahl und Qualität alpiner Denkmäler aus mittlerweile 11 Jahrtausenden deutlich – von Lagern steinzeitlicher Jagdgruppen über bronzezeitliche Lagerplätze bis zur derzeit ältesten Alphütte der Schweiz aus der Hallstattzeit im Fimbertal.
In einem bis 2013 laufenden Interreg-IV- bzw. Leader-Projekt „Silvretta historica“ sollen die neuen wissenschaftlichen Ergebnisse zudem u.a. durch attraktive touristische Angebote den Einheimischen und Gästen der Region vermittelt werden. So trifft man selbst in einer scheinbar unberührten Gebirgswelt auf vielerlei menschliche Spuren und Eingriffe der letzten Jahrtausende, die in Form von Schipisten, Liftanlagen, Speicherseen oder Passstrassen ihre moderne Fortsetzung finden.
Kontakt: Dr. Thomas Reitmaier, t.reitmaier[at]uhist.uzh.ch; www.rueckwege.info
Dauer: 2007 bis 2013.
- Interreg Projektseite





