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Bibliographie Silvrettaprojekt ab 2012!

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Mit Lenny Kravitz auf der Titelseite… ;-)

Ein mehrseitiger Bericht (auf Deutsch und Englisch) über die Archäologie in der Silvretta findet sich in der aktuellen Ausgabe des Ischgl-Magazins, Winter 2018/2019.

Nachzulesen hier ab Seite 100:

 

 

 

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milchverarbeitungskurs für archäologInnen am plantahof/graubünden

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alles käse oder was?

Haben schon die ersten Bauern Tiere wegen deren Milch gehalten, oder ging es ihnen nur um das Fleisch? Diese seit Jahrzehnten diskutierte Frage beantworten Archäologen heute, indem sie nachweisen, dass Tongefässe schon vor 7000 Jahren mit Molkereiprodukten gefüllt wurden.
Von Esther Widmann, Neue Zürcher Zeitung, 29.10.2018, 05:30 Uhr

Online-Artikel:

https://www.nzz.ch/wissenschaft/die-chemische-analyse-von-tonscherben-hilft-die-entwicklung-der-landwirtschaft-zu-rekonstruieren-ld.1430984?fbclid=IwAR1uHsHAi0TuGvAojqQrojcrM5-nsMDUuyOpO93ygB6SkGQMYSC3614r2gs

 

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silvrettaarbeit in NATURE zitiert

vor wenigen tagen wurde in der renommierten wissenschaftlichen zeitschrift „NATURE“ über neue analysen an der neolithischen keramik von Çatalhöyük berichtet. für diese untersuchungen wurden u.a. auch die rezenten vergleichswerte von proben (milch/fleisch/fett) aus der silvretta verwendet und zitiert. wir freuen uns! 🙂

https://www.nature.com/articles/s41467-018-06335-6

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Kulinarische Schätze der Alpen: Kaspressknödel als Kulturerbe

Quelle: https://www.tt.com/lebensart/genuss/14895053/kulinarische-schaetze-der-alpen-kaspressknoedel-als-kulturerbe

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Knödel, Käse, Krautinger: Alpine Esskultur soll zum immateriellen Kulturerbe ernannt werden. Das EU-Projekt „Alpfoodway“ will das erreichen und gibt alpinen Spezialitäten jetzt einen neuen Wert.

Von Deborah Darnhofer

Innsbruck – Die Mittelmeerdiät ist es schon, auch die mexikanische Küche mit ihren Tacos und Enchiladas. Nun soll die alpine Esskultur mit all ihren Spezialitäten – mit Knödel, Käse, Kastanie und sogar Krautinger-Schnaps – immaterielles Kulturerbe der Unesco werden. Das zumindest ist das hehre Ziel des EU-weiten „Interreg-Alpine-Space“-Programms „Alpfoodway“ mit einem Budget von rund drei Millionen Euro.
„Durch das Projekt wird deutlich, dass nationalpolitische Grenzen am Beispiel Essen durchsichtig sind und an Bedeutung verlieren. Alpines Essen hat viele Traditionen und es hebt die Alpen als Zusammengehörendes hervor. Trotz vieler verschiedener kulinarischer Nuancen gibt es Gemeinsamkeiten“, erklärt der Innsbrucker Geograph Michael Klingler vom Institut für Geographie und dem Institut für Strategisches Management, Marketing und Tourismus. Er und Andrea Hemetsberger haben letzte Woche in Innsbruck einen Kongress mit rund 100 Teilnehmern zum Projekt organisiert.
Wildschönauer Stoppelrübe, Stanzer Zwetschke und Fisser Gerste
Seit 2016 vernetzen sich 14 Institutionen aus sechs Alpenländern, von Frankreich, Italien und der Schweiz bis nach Slowenien. Die Mitwirkenden, darunter u. a. Universitäten, Regionsregierungen und Tourismusverbände, sammeln, dokumentieren und analysieren die kulinarischen Schätze der Alpen. Untereinander tauschen sie auch Erfahrungen und Erfolgskonzepte aus. Die Universität Innsbruck is(s)t mit am Tisch und hat bereits in Fallstudien die Wildschönauer Stoppelrübe, Stanzer Zwetschke und Fisser Gerste untersucht. Diesen und vielen weiteren alpinen Genüssen mitsamt ihren Produzenten soll so ein neuer Wert gegeben werden. Damit die Traditionen für die Zukunft bewahrt werden.

Infos im Internet
Auf der Homepage des Projektes www.alpfoodway.eu kann die Petition zum Weltkulturerbe unterschrieben werden. Die Internetseite http://www.intangiblesearch.eu liefert Hintergrundinformationen zu traditionellen Speisen, Produkten und Ritualen der Alpen.

„Wir wollen kein Alpenmuseum machen, sondern Klischees aufbrechen und zeigen, dass die Alpenbewohner keineswegs rückschrittlich sind“, meint der Schweizer Cassiano Luminati, Projektleiter von „Alpfoodway“.
Ohne Innovation können für ihn keine Kulturgüter die Zeit überdauern. Die Bewohner der Alpen würden, z. B. durch das Käsen, seit Jahren beweisen, wie innovativ sie seien. „Traditionen gehören erneuert, aber nicht industrialisiert.“ Luminati und das Projekt wollen daher vor allem kleine Produzenten unterstützen. Die regionale wirtschaftliche Stärkung wäre aber zu kurz gegriffen.
Gemeinsame alpine Identität schaffen
Klingler will Regionalität nicht nur als „kommerzielles Füllwort“ verstanden wissen. „Regionalität und Authentizität sind sehr wichtig. Es ist eine ständige Herausforderung den Konsumenten zu garantieren, dass die damit beworbenen Produkte auch wirklich regional und nachhaltig produziert werden.“ In Italien und der Schweiz werde diesbezüglich viel Arbeit geleistet. Auch Tirol ist für Luminati ein „Vorzeigemarkt“: „Es ist schon viel investiert und erkannt worden, dass kleinräumige Landwirtschaft besser vermarktet werden muss.“
Entsprechende Marken und einzeln geschützte Ursprungsbezeichnungen gibt es schon seit Längerem. Das Projekt „Alpfoodway“ will jedoch neben Speisen und Produkten auch die damit verbundenen Praktiken und Rituale vor dem Verschwinden bewahren und so eine gemeinsame – alpine – Identität schaffen. „Wenn wir uns heute nicht zum Kulturerbe bekennen, den Wert der Produkte erkennen und bereit sind, mehr dafür auszugeben, dann verschwinden diese Produkte“, warnt Luminati. Dies hätte nicht nur Folgen für die Produzenten, Landwirtschaft und Bevölkerung. Auch die Kulturlandschaft der Alpen, ihre große Biodiversität und natürliche Schutzfunktion, wäre davon betroffen.
Mit Ende des Projektes 2019 wollen die Verantwortlichen genügend Unterstützungserklärungen der alpinen Bevölkerung gesammelt haben, um der Unesco die alpine Esskultur als immaterielles Kulturerbe vorzuschlagen.

 

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grabung fimbertal/val fenga, august 2018

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https://silvretta.panomax.com/

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schon wieder: neues zum „ältesten“ käse

Uralte Käseproduktion entdeckt

Im Mittelmeer-Raum wurde schon vor 7.200 Jahren Käse produziert – das zeigen Funde einer internationalen Forschergruppe. Käse dürfte damals nicht nur ein wichtiges Nahrungsmittel gewesen sein, die Käseherstellung dürfte auch die Gesellschaft der Jungsteinzeit verändert haben.

Wer Käse herstellen kann, hat nicht nur ein eiweiß- und nährstoffreiches Lebensmittel zur Hand, Menschen können damit auch ernteschwache Zeiten oder lange Winter überdauern.
Die Studie:
Fatty acid specific d13C values reveal earliest Mediterranean cheese production 7,200 years ago“, PLOS ONE, 5.9.2018

Denn anders als Milch hat Käse den großen Vorteil, dass man ihn lagern und einfach transportieren kann. Das habe bereits vor 7.200 Jahren gegolten, sagt die Anthropologin Sarah McClure von der Penn State University in den USA, die an dem internationalen Forschungsprojekt beteiligt war.

„Frischkäse, wahrscheinlich Feta“
McClure untersuchte gemeinsam mit Kollegen der schottischen Universität Edinburgh, dem Rochester Institute of Technology und dem kroatischen Stadtmuseum Sibenik die mittel- und jungsteinzeitliche Siedlung Danilo Bitinj nördlich von Split an der kroatischen Mittelmeerküste. Dort fanden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Scherben von Keramikgefäßen aus dem Neolithikum, die bei der jungsteinzeitlichen Käseproduktion im Einsatz waren.
Unter den Fundstücken befanden sich Teile eines Gefäßes, das der Aufbewahrung gedient haben dürfte, und eine Art Sieb zum Abtropfen der Molke. Die chemischen Analysen der Rückstände auf diesen Scherben zeigten, dass es sich dabei um fermentierte Milch, also Käse, und nicht um frische Milch handelte. „Wir haben wenig Informationen, wie der Käse so geschmeckt hat, allerdings können wir aufgrund der Laboranalysen sagen, dass es wahrscheinlich Frischkäse war, also so etwas wie ein Bauernkäse oder ein Feta“, so die Anthropologin im Gespräch mit science.ORF.at.

Käse war verträglicher als Milch
Während Milch im Neolithikum eher eine Kindernahrung gewesen sein dürfte, war Käse vermutlich ein wichtiges Nahrungsmittel für Erwachsene. Denn die frühen Bauern der Jung- und Mittelsteinzeit sind genetischen Untersuchungen zufolge häufig laktoseintolerant gewesen und haben Milch nicht gut vertragen.
Ö1-Sendungshinweis
Dem Thema widmet sich auch ein Beitrag in Wissen aktuell: 6.9., 13:55 Uhr.
„Joghurt und Käse sind für Menschen, die Milchzucker nicht gut vertragen, weitaus verdaulicher als Milch“, erklärt McClure. Damit habe ein größerer Teil der Bevölkerung von den Vorteilen des Nahrungsmittels „Milch“ profitieren können, schreiben die Wissenschaftler in der Studie, die soeben im Fachmagazin „PLOS ONE“ erschienen ist.
Die Anthropologen gehen davon aus, dass die Menschen damals etwa im Alter von zehn Jahren diese Unverträglichkeit voll entwickelten. Für Säuglinge und kleine Kinder dürfte frische Milch ein wichtiges Nahrungsmittel gewesen sein. „Milch ist nährstoffreich, eiweißreich und gleichzeitig wenig keimbelastet“, so McClure. Die Anthropologin und ihre Kollegen glauben, dass die neolithische Milchwirtschaft die Säuglingssterblichkeit verringern und die Lebenserwartung der Erwachsenen verlängern konnte.

Käse half bei der Ausbreitung
Die Funde aus Kroatien zeigen auch, wie schnell sich die Landwirtschaft vor fast 8.000 Jahren in Europa ausgebreitet hat. Denn es gibt ähnliche Funde aus Polen, die zeigen, dass auch die Bauern in Zentraleuropa Käse produziert haben. „Da sehen wir, dass diese ersten Bauern in verschiedenen Regionen bereits eine spezialisierte Käseproduktion hatten.“
Weil tierische Milch laufend verfügbar war, konnten die Frauen auch früher abstillen – so weit die Hypothese von McClure und ihren Kollegen. Die Frauen konnten schneller erneut schwanger werden, und das habe den demografischen Wandel begünstigt. Ein Anstieg bei den Geburten und eine niedrigere Säuglingssterblichkeit hätten zu einer stärker wachsenden Bevölkerung geführt, was schließlich auch eine Ausbreitung der Bauerngesellschaft in den kühleren Norden möglich machte.
Ob es sich dabei um die Anfänge der Käseproduktion handelt, ist jedoch nach wie vor unklar. Menschen hätten schon ohne Keramik, etwa mit Beuteln aus Haut oder Gedärm, Käse erzeugen können. Doch die Überreste einer solchen prähistorischen Käseproduktion müssten sich im Lauf der Zeit vollkommen zersetzt haben. „Über eine Käseproduktion vor der Mittelsteinzeit können wir bis jetzt nur mutmaßen“, sagt McClure.
Marlene Nowotny, Ö1-Wissenschaft

https://www.sueddeutsche.de/wissen/archaeologie-in-der-steinzeit-molkerei-1.4117599

 

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Bronzezeitlicher Käse aus der Silvretta?

Archaeologists Find 3,200-Year-Old Cheese in an Egyptian Tomb

A few years ago, a team of archaeologists cleaning sand from an ancient Egyptian tomb discovered a group of broken jars, one of them containing a mysterious white substance.
The team had guesses as to what the material might be, but a new analysis published in the journal Analytical Chemistry offers an answer: What they found during that excavation was an approximately 3,200-year-old piece of cheese, one of the oldest solid specimens discovered.

“The archaeologists suspected it was food, according to the conservation method and the position of the finding inside the tomb, but we discovered it was cheese after the first tests,” Enrico Greco, the lead author of the paper and a research assistant at Peking University in Beijing, said in an email.

The tomb in which the cheese was found belonged to Ptahmes, a high-ranking Egyptian official in the 13th century B.C. and the former mayor of the ancient city of Memphis, according to the paper. His burial site was first unearthed in 1885, but was lost to shifting sands until its rediscovery in 2010.

https://pubs.acs.org/doi/10.1021/acs.analchem.8b02535

Unbenannt

 

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alpine archäologie in der silvretta im spätsommer

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Galerie

work in progress…

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morgen geht’s los!

weitere prospektions-, dokumentations- und kleinflächige ausgrabungsarbeiten im fimbertal/val fenga, ab morgen mittwoch bis sonntag:

https://s.geo.admin.ch/7cad3443b4

 

 

 

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Silvretta 2018 gestartet: Exkursion und Geophysik!

Wie angekündigt: in der Silvretta tut sich (auch) dieses Jahr wieder was in Sachen alpiner Archäologie. Am Freitag war eine 15-köpfige Gruppe der Schweizerischen Gesellschaft für Quartärforschung (CH-QUAT) unter der Leitung von Jean-Nicolas Haas/Uni Innsbruck und Thomas Reitmaier/ADG im Rahmen einer mehrtägigen Alpenexkursion zu Gast im Unterengadin und hat die bekannten Fundstellen im Val Tasna und Val Urschai besucht. Seit gestern haben zudem die neuen multidisziplinären Forschungen im Fimbertal/Val Fenga begonnen – erstmalig mit grösserflächigen geophysikalischen Messungen unter der Leitung von Christoph Walser/ADG in Zusammenarbeit mit der Firma Eastern Atlas aus Berlin. Wir sind gespannt auf die ersten Ergebnisse dieser Arbeiten in einem Gebiet dieses Tales, aus dem seit kurzem neue 14C_Daten für das Frühmittelalter, aber auch für das 5./4. Jahrtausend v.Chr. vorliegen. Kleinflächige Interventionen sind ab Mitte kommender Woche vorgesehen – sofern das Wetter einigermassen mitspielt!

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SILVRETTA 2018 – Fimbertal/Val Fenga

NEUE Forschungen in der Silvretta – mehr Infos gibt’s im August!

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SILVRETTA IM AKTUELLEN PIZ

Movimaint – Bewegung ist das Leitthema der aktuellen Ausgabe des PIZ-Magazins für das Engadin und die Bündner Südtäler – mit dabei auch ein Beitrag von Thomas Kaiser und Illustrationen von ikonaut zu den archäologischen Forschungen in der Silvretta… bewegen tut sich der Mensch bekanntlich ja schon seit Jahrtausenden, auch und gerade in den Bergen.

Hier geht’s zum Artikel:

PIZ_sommer18

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ALPINE CATTLE MANAGEMENT DURING THE BRONZE AGE

I am pleased to let you know that the final version of our article „Alpine cattle management during the Bronze Age at Ramosch-Mottata, Switzerland“ is now available online, containing full bibliographic details.

To help you access and share this work, a Share Link was created – a personalized URL providing 50 days‘ free access to our article. Anyone clicking on this link before August 04, 2018 will be taken directly to the final version of our article on ScienceDirect. No sign up, registration or fees are required – you can simply click and read. 🐄⛰️↕️🤠👈

The personalized Share Link:

https://authors.elsevier.com/a/1XDdl3ic-F8J7k

 

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Tagung: Siedlung und Wirtschaft im alpinen Raum, November 2018

eine interessante tagung zur archäologie in den alpen, organisiert von ANISA, 24./25. November 2018, haus i.e.

 

 

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Alter Käse? Ein Bericht zum „eisenzeitlichen Schaukäsen“ für Terra-X

Unsere Kollegin Stefanie Steiner hat einen sehr interessanten Bericht zu ihren prähistorischen Käsereiversuchen im Rahmen der letztjährigen Dreharbeiten zur Terra-X-Folge „Die Alpen“ im Fimbertal geschrieben. Vielen Dank dafür!

Alter Käse

 

 

 

 

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posterbeitrag arbeitskreis geoarchäologie, münchen

posterJahrestagung des Arbeitskreises Geoarchäologie vom 04.05. bis 06.05.2018 in München

 

Auf den Spuren prähistorischer Weidewirtschaft in (sub-)alpinen Böden: Erste Ergebnisse aus dem Montafon und der Silvretta (A/CH)

Katja Kothieringer1, Astrid Röpke2, Thomas Reitmaier3, Rüdiger Krause4

1Universität Bamberg, 2Universität zu Köln, 3Archäologischer Dienst Graubünden (CH), 4Goethe-Universität Frankfurt

https://tinyurl.com/ya97fw2o

 

 

 

 

 

 

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AK Geoarchäologie: Jahrestagung in München mit Vortrag und Posterbeiträgen

csm_Fotolia_78530602_XL_36b21af6e7Arbeitskreis Geoarchäologie

Jahrestagung in München: 4.-6. Mai 2018

Die Jahrestagung des Arbeitskreises Geoarchäologie findet vom 04. bis 06.05.2018 im Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege in München statt. Die Tagung steht unter dem Motto Anwendung und Weiterentwicklung geoarchäologischer Methoden und Konzepte in der archäologisch-bodendenkmalpflegerischen Praxis und Forschung.

Wir präsentieren dabei auch einen Vortrag bzw. ein Poster zu unseren Forschungen in der Silvretta bzw. im Unterengadin:

Session 1: Bodenkundliche und sedimentologische Perspektiven in der Geoarchäologie

Freitag, 04.05.2018, 13.00 Uhr

KARSTEN LAMBERS (Leiden), KATJA KOTHIERINGER, PHILIPPE DELLA CASA, BERTIL MÄCHTLE, TILL SONNEMANN, ALEKSANDRA KOSANIC, ANGELIKA ABDERHALDEN-RABA, THOMAS REITMAIER: Die alpine Terrassenlandschaft von Ramosch (CH): Ursprung, Entwicklung und Perspektiven

POSTERBEITRAEGE

KATJA KOTHIERINGER (Bamberg), ASTRID RÖPKE, THOMAS REITMAIER, RÜDIGER KRAUSE: Auf den Spuren prähistorischer Weidewirtschaft in subalpinen und alpinen Böden – erste Ergebnisse aus dem Montafon und der Silvretta (Österreich/Schweiz)

MARIO RANZINGER (Heidelberg), D. PRIß, A. ABDERHALDEN-RABA, P. DELLA CASA, K. KOTHIERINGER, K. LAMBERS, B. MÄCHTLE, T. REITMAIER, T. SONNEMANN:  Geoarchäologische Untersuchungen an den Terrassen von Ramosch (CH) – ein Multimethodenansatz zur Detektion anthropogener Hinterlassenschaften

MIRIJAM ZICKEL (Köln), ASTRID RÖPKE, THOMAS REITMAIER: Nomadismus im Hohen Altas, Marokko: Geo- und Ethnoarchäologie auf Weideplätzen

http://www.blfd.bayern.de/medien/2018-tagunggeoarchaeologie_2.zirkular.pdf

 

 

 

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Aff?! – Fragmente endneolithischer Pavianknochen in der Silvretta!!

Kurz vor dem endgültigen Abschluss der äusserst umfangreichen Schlämmarbeiten der neolithischen Fundstelle Abri Urschai sind zu den ohnehin bereits fantastischen Objekten (Pfeilspitzen, Keramik, Birkenpech, verkohlte Sammelfrüchte etc.) weitere hochinteressante Fundstücke dazu gekommen. Aus den hunderten, z. T. äusserst kleinteilig fragmentierten und zumeist unbestimmbaren Tierknochen konnte neben den üblichen lokalen Wildtieren (Gämse, Murmeltier, Hase etc.) von den Archäozoologen mehrere Knochen eines ausgewachsenen, männlichen Mantelpavians (Papio hamadryas) identifiziert werden. Die gut erhaltenen, nur wenig angekohlten Knochen können aufgrund der Stratigraphie und mehrerer 14C-Daten eindeutig ins frühe 3. Jahrtausend v. Chr. eingeordnet werden. Damit handelt es sich mit grosser Wahrscheinlichkeit um die ältesten und zugleich höchstgelegenen Funde dieser Art in ganz Europa. Völlig unklar ist allerdings bislang, wie das Exemplar der heute praktisch ausschliesslich im nordöstlichen Afrika und der Arabischen Halbinsel vertretenen Pavianart vor knapp 5000 Jahren in die Alpen gekommen ist. Mantelpaviane sind Allesfresser, die an ihren relativ trockenen Lebensraum angepasst sind. Bei der Nahrungssuche sind sie nicht wählerisch: Von Früchten und Kräutern über Wurzeln bis Insekten, Vogeleiern und Wirbeltieren kann alles auf ihrem Speiseplan stehen. Das klimagünstige Unterengadin würde sich im 3. Jahrtausend v.Chr. somit grundsätzlich als Lebensraum gut eignen. Wie alle Paviane kommen Mantelpaviane mit relativ niederwertiger Nahrung aus und können etwa eine Zeitlang nur von Gräsern leben. Gerade letzteres spricht dafür, dass neolithische Hirten (wohl aus dem Vintschgau stammend) das fremdartige Tier im Sommer mit auf die Weide genommen und möglicherweise am Ende der Alpsaison uns heute unbekannten Gottheiten geopfert und verspeist haben. Erhalten sind jedenfalls nur die fleischarmen Extremitäten  des Tieres – ein Hinweis auf eine rituelle Behandlung in Form eines Brandopfers, dessen Anfänge bekanntlich in die Kupferzeit zurückreichen.

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Von besonderer Bedeutung für die Interpretation des absolut singulären Hochgebirgsfundes scheint weiters die Tatsache, dass Mantelpaviane im Alten Ägypten als heilige Tiere galten. So wurde der Gott Thot manchmal in Paviangestalt dargestellt. Thot war unter anderem der Gott der Wissenschaft und des Mondes, Paviane wurden dementsprechend beim Unterrichten von Schreiberschülern dargestellt. Auch im ägyptischen Totenbuch werden sie erwähnt, sie sitzen am Bug der Todesbarke und der Tote wendet sich an sie und bittet um Gerechtigkeit für sich im Totenreich. Paviane genossen Schutz und wurden nach ihrem Tod sogar mumifiziert – jener aus der Silvretta allerdings bedauerlicherweise nicht.

Denkbar ist nach diesen allerersten Informationen also, dass vor knapp 5000 Jahren (Altes Reich) mindestens ein lebendes Mantelpavian-Exemplar aus Ägypten über den Mittelmeerraum bis in die Alpen gebracht wurde, etwa im Zuge einer mehrjährigen königlichen Expedition oder als besonderes Gastgeschenk einer ausgedehnten Handels- oder Diplomatenreise – vielleicht im Tausch gegen einheimischen Bergkäse oder Steinbockfleisch. Sobald alle Untersuchungen abgeschlossen sind – noch ausständig sind u.a. aDNA- sowie Isotopen-Analysen – ist eine rasche wissenschaftliche Publikation vorgesehen. Bereits für das kommende Woche hat Zahi Hawass  seinen Besuch in Graubünden angekündigt, um die zukünftige Zusammenarbeit zu koordinieren.

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silvretta@EAA, Barcelona 2018!

EAA2018_LOGO01_colorgute neuigkeiten: unser eingereichter beitrag für die grösste europäische archäologiekonferenz – in diesem jahr in barcelona – wurde akzeptiert!

„Let me congratulate you on behalf of the Chair of the Scientific Committee, Margarita Díaz-Andreu, on the acceptance of your Paper no. 1456 “Prehistoric pastoralism in high mountainous regions of the Montafon and the Silvretta Alps (Austria/Switzerland)” into session no. 440 “Anthropic activity markers: archaeology and ethnoarchaeology”, organized by Alessandra Pecci et al. at the 24th EAA Annual Meeting in Barcelona.

https://www.e-a-a.org/eaa2018

 

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CH-QUAT Excursion “Oetzi-Land”

Oetzi-Land_2018.1ötziland

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DIE ALPEN – EINE GROSSE GESCHICHTE! keine 10 tage mehr bis zur filmpremiere!

https://www.arte.tv/de/videos/073115-000-A/die-alpen-eine-grosse-geschichte/

 

 

 

 

 

 

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shop schweizerisches landesmuseum zürich

IMG_6724das allerletzte exemplar von „letzte jäger, erste hirten“?? 🙂

 

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oktober 2008

eine erinnerung an die arbeiten in den prähistorischen terrassen oberhalb ramosch vor 10 jahren im herbst 2008

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terra X „die alpen“, premiere und sendetermine@arte/zdf

gestern hat uns der regisseur florian breier über die sendetermine der tv-dokumentation über die alpen (terra x) informiert, in der auch die archäologischen forschungen zur frühen alpwirtschaft in der silvretta prominent vorkommen werden (dreharbeiten im august 2017):

erstausstrahlung am 17.3.2018 um 20.15 uhr auf Arte

das ZDF sendet die doku dann zwei wochen später und sehr prominent am ostersonntag, 01.04.2018 ab 19:15 Uhr (zudem wird es einen online-part über unsere experimentellen käsereiversuche geben).

wir freuen uns auf interessante 60 minuten alpine kulturgeschichte!

 

 

 

 

 

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Dal Tirol da Sid sin alps engiadinaisas

Dal Tirol da Sid sin alps engiadinaisas – Istorgias da pastriglia e muaglia

Els vegnan da Schleis, Partschins, St.Leonhard e lavuran en l’Engiadina sin las alps Chöglias, Uina Dadaint e Praditschöl. L’enviern èn els: mastergnant, trenadra da chavals e tgirunza. La stad: pastra, nurser e signun. Prest la mesadad da la pastriglia sin las alps grischunas vegn da l’exteriur. En l’Engiadina èn quai cunzunt pastras e pasters dal Tirol dal Sid. Purs e chaus d’alp engiadinais èn plain laud per lur pastriglia dal Tirol dal Sid. Els sajan lavurus, da gronda responsabladad ed haja in fitg bun maun per il muvel. Il cineast dal Tirol dal Sid Thomas Hainz ha visità la stad vargada ses cumpatriots sin las alps en l’Engiadina Bassa e purtretà els en in film da «Cuntrasts».

 

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silvretta-vortrag an der uni dresden

prof. jean nicolas haas, langjähriger partner, kollege und projektmitarbeiter im silvrettaprojekt, hält am mi. 10.1.2018, 1630-1800 uhr, einen vortrag an der universität dresden:

„Anthropogen und klimatisch bedingte Phytodiversitätsveränderungen im Silvretta-Massiv (Schweiz/Österreich) seit der Späteiszeit“

Geographisches Kolloquium, Technische Universität Dresden, Geographisches Institut

SCH* A 118, 1630-1800 Uhr

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Hirten, Hütten, Herden: Zur frühesten Alpwirtschaft in Graubünden

Ein Vortrag über Mittag für die Mitglieder des Rotary Clubs Chur:

Hirten, Hütten, Herden: Zur frühesten Alpwirtschaft in Graubünden

Dienstag, 20. Februar 2018 12:15 – 13:30, Restaurant VA BENE (Chur)

Referent: Dr. Thomas Reitmaier / Archäologischer Dienst Graubünden

Dr. Thomas Reitmaier vom Archäologischen Dienst berichtet uns von den Anfängen sowie der historischen Entwicklung der Alpwirtschaft in Graubünden.

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pferch las gondas – im dünnschliff

ende 2017 sind die dünnschliffe der mikromorphologischen proben von den ausgrabungen im prähistorischen pferch „las gondas“ (fimbertal/val fenga, sommer 2016) fertig geworden. heute nun hat dr. astrid röpke von der uni köln die vielversprechenden proben zur weiteren bearbeitung entgegengenommen. man darf also gespannt auf die analysen sein – ein gemeinsame veröffentlichtung der ergebnisse wird für die kommenden monate vorbereitet….

 

 

 

 

 

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vortrag an der uni freiburg

im rahmen des montagskolloquiums findet am Institut für Archäologische Wissenschaften, Abteilung für Urgeschichtliche Archäologie, an der universität freiburg i.b. ein vortrag zum silvrettaprojekt statt:

Mo. 06.11.2017, 18 Uhr c.t., HS 1098/KG 1

Dr. Thomas Reitmaier, Archäologischer Dienst Graubünden

Hirten, Herden, heiße Milch – Zur frühen Alpwirtschaft in Graubünden, Schweiz

http://www.ufg.uni-freiburg.de/studium/vortraege/montagskollq_aktuell/montagskolloq-ws-2017-18.pdf

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HURRA! Silvretta-Projekt beim Archäologie-Film-Festival erfolgreich

AMediale2017ARCHÄOMEDIALE & CINARCHEA – 12. INTERNATIONALES ARCHÄOLOGIE-FILM-MEDIEN-FESTIVAL

11. – 14. Oktober 2017 im Paulikloster in Brandenburg a. d. Havel

Vom 11. bis 14. Oktober fand im Archäologischen Landesmuseum Brandenburg zum dritten Mal das Archäologie-Film-Medien-Festival Archäomediale /Cinarchea statt. Schirmherr des diesjährigen Festivals war Prof. Dr. Hermann Parzinger (Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz). In jeweils zwei Programmblöcken wurden internationale dokumentarische Formate gezeigt. Das Themenspektrum war vielfältig und reichte von der Steinzeit über verschiedene Epochen des europäischen Mittelalters bis zu Grabungen auf Schlachtfeldern des Zeiten Weltkrieges und in Syrien. Eine hochkarätige Jury aus Vertretern von TV (Gisela Graichen, Georg Graffe, Kay Siering) und Wissenschaftlern (Prof. Dr. Franz Schopper, Prof. Dr. Kerstin Stutterheim, Prof. Dr. Hans-Joachim Gehrke, Dr. Angela Kühnen) prämierte am Samstagabend die besten Produktionen. Unter den prämierten Filmen ist – mit einer „lobenden Erwähnung der Jury“ – erfreulicherweise auch die Dokumentation „Crappa, laina ed ossa – Archäologische Entdeckungen“, der 2016/17 in Zusammenarbeit mit RTR bzw. der Regisseurin Bertilla Giossi realisiert wurde. Gezeigt werden dabei u.a. archäologische Arbeiten an der Fundstelle „Las Gondas“ im Fimbertal/Val Fenga.

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Die Jury meint: „Der Film ist ein gutes Beispiel für Heimat-Archäologie und archäologische Denkmalpflege im besten Sinne. Er zeigt die faszinierende, alltägliche archäologische Arbeit mit erfrischender Selbstironie.“

Die Urkunde ist per Post unterwegs!

Zum Programm:

http://www.landesmuseum-brandenburg.de/fileadmin/user_upload/Bilder/3_Veranstaltungen/3.5.ArchaeoMedia/AMediale_Programmuebersicht_2017.pdf

https://www.facebook.com/CinarcheaArch%C3%A4omediale-Internationales-Arch%C3%A4ologie-Film-Medien-Festival-118000668407402/

 

 

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PECHA KUCHA: Klopfen, Käsen, Klöppeln

https://www.alpinesmuseum.ch/de/veranstaltungen?article=pecha-kucha-zum-internationalen-tag-der-berge-klopfen-kaesen-kloeppeln

Unbenannt

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Erfolgreicher Vortrag in Newcastle

Tracking Prehistoric Pastoralism in Subalpine and Alpine Soils – Preliminary Results of the Montafon and the Silvretta Alps (Austria/ Switzerland)
Katja Kothieringer1, Astrid Röpke2, Thomas Reitmaier3, and Rüdiger Krause4
1 University of Bamberg, Germany
2 University of Cologne, Germany
3 Archaeological Service of the Canton of Grisons, Switzerland
4 Goethe University, Frankfurt, Germany

Subalpine and alpine soils in high mountainous regions of the Alps have been influenced by pastoral activity for thousandsof years. Building on previous palaeoecological, geoarchaeological and archaeological investigations in the Montafon (Austria) and the adjacent Silvretta Alps (Austria, Switzerland), we assume increasing pastoral activity during the Bronze Age. Total phosphate content was measured in subalpine (~1300 -2300 m a.s.l) soils in order to receive more knowledge about past grazing intensity at different altitudes. We mostly selected soils which have been radiocarbon dated by charcoal, if possible charcoal layers. So far, our results suggest that the uppermost topsoil clearly reflects recent pasture activity. Abandoned or less-used pasture areas have lower phosphate values. In the subalpine region of Val Urschai (Silvretta), a mesolithic soil profile at the steepleft flank of the valley, which nowadays is barely used for grazing, shows rather low phosphate concentrations; however, the values indicate pastgrazing of wild animals or livestock. According to our radiocarbon dates, we also have evidence of increased phosphate concentrations in Bronze Age colluvial layers at Bartholomäberg, and maximum phosphate values have been measured in a Bronze Age enclosure in Las Gondas (Silvretta). Additionally, high phosphate concentrations in different colluvial layers at Schafberg, Gargellen (Montafon) can be interpreted aslong-term grazing pressure. Beside tracking former pastoral activity, phosphate concentrations seem to be a suitable parameter to identify palaeosurfaces (fossil A-horizons) and thus help to reconstruct past and present soil formation processes. Measurements of phosphate in alpine soils above 2300 m a.s.l are still pending, first results of which will be presented at the conference.

 

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Käsen auf Alpen hat lange Tradition

Spuren zeigen, dass in den Alpregionen bereits 1000 Jahre vor Christus Milch verarbeitet worden ist.

Milch dient allen neugeborenen «Säugern» als erstes hochwertiges Nahrungsmittel, das in unterschiedlichen Anteilen Eiweisse, Fettsäuren, Kohlenhydrate, Mineralien und Vitamine enthält. Aufgrund dieser besonderen Vorzüge macht sich der Mensch die Milch fast aller seiner domestizierten Haustiere zunutze. Gerade in den Alpentälern der Schweiz stellen  Gewinnung und Verarbeitung der Milch von Kühen, Ziegen und auch von Schafen einen bedeutenden Wirtschaftszweig und eine lebendige Tradition dar, die unter dem Namen «Alpsaison» sogar in die Vorschlagsliste des immateriellen Kulturerbes der Schweiz im Wettstreit um das Unesco-Weltkulturerbe aufgenommen wurde.

Ein Tauschmittel

Der griechische Geograf Strabo (gestorben 23 nach Christus) bezeichnet den Käse der Alpenbewohner als beliebtes Tauschmittel im transalpinen Handel, und nach Plinius dem Älteren (gestorben 79 nach Christus) sollen die Alpenkühe die milchreichsten gewesen sein. Diese zwei Schriftquellen stehen aber keineswegs am Anfang der inneralpinen Milch- und Alpwirtschaft, wie aus neuen Forschungsergebnissen des Bündner Kantonsarchäologen Thomas Reitmaier hervorgeht.

Für die auslaufende Jungsteinzeit und die Bronzezeit des 3. und 2. Jahrtausends vor Christus lässt sich ein inneralpiner Siedlungsausbau nachweisen, der vermutlich durch den Abbau von Kupfererzen im Berner Oberland sowie in den Gebirgskantonen Wallis und Graubünden   vorangetrieben wurde. Durch eine topografisch angepasste Weidenutzung verwandelte sich die heimische Gebirgswelt in eine vom Menschen geprägte Siedlungs- und Kulturlandschaft. Dazu gehören Lagerplätze unter Felsdächern sowie oberflächlich kaum noch sichtbare Hüttenruinen, die infolge der temporären und vor allem der mobilen Wirtschaftsweise nur wenige aussagefähige Funde liefern, sodass die entscheidende Frage nach der frühesten Milchnutzung bisher archäologisch nicht beantwortet werden konnte.

Im bündnerischen Silvrettagebiet konnten in den letzten Jahren oberhalb von 2000m ü.M. wiederholt temporär benutzte Lagerstätten untersucht werden, die sich mit einer mobilen Viehwirtschaft in Verbindung bringen lassen. Unter den Fundstücken fällt eine unerwartet hohe Anzahl von Keramikscherben auf, wovon eine repräsentative Auswahl an der Universität im englischen York nach einer speziellen Messmethode auf organische Rückstände getestet werden konnte. Diese für den inneralpinen Raum allerersten biochemischen Analysen ergaben an einem halben Dutzend dünnwandiger Keramikfragmente aus drei verschiedenen Engadiner Fundstellen den direkten Nachweis von Milchfetten, was bedeutet, dass in diesen Tongefässen aus dem späten 2. und dem frühen 1.Jahrtausend vor Christus Milch erhitzt worden ist. Welche Produkte daraus entstanden sind, lässt sich allein anhand der Keramikscherben, die nur einen begrenzten Teil der Arbeitsabläufe dokumentieren, nicht ermitteln, zumal die typischen alpwirtschaftlichen Geräte aus organischen Materialien bestanden hatten und daher archäologisch in der Regel nicht mehr nachweisbar sind.

Spuren von Alpwirtschaft

Diese neuen Forschungsresultate erlauben weiterführende Schlüsse zur alpinen Milchwirtschaft auf Höhen von über 2000m ü.M. Gegen Ende des 2. und in der anschliessenden ersten Hälfte des 1. Jahrtausends vor Christus treten gleichzeitig in verschiedenen Regionen der schweizerischen Gebirgswelt Spuren einer eigentlichen Alpwirtschaft zutage, die auf eine gezielte Nutzung der alpinen Weideflächen schliessen lassen.

Widerstandsfähige Haustierrassen und die enge Vertrautheit mit der Gebirgstopografie ermöglichten über die eigene Selbstversorgung hinaus sogar eine Überproduktion, wie die zwei erwähnten antiken Autoren später bestätigen. Der Kreis schliesst sich mit dem Hinweis auf den Mineralstoff Salz. Im Salzbergwerk von Hallstatt in Oberösterreich wurden reich verzierte, etwa 10 bis 20 cm lange ovale Rinden- und Spanschachteln aus der Hallstattzeit der Jahre 800 bis 450 vor Christus  gefunden, die zum Teil auf der Innenseite eine kaseinhaltige Kruste aufweisen und mit der Lagerung und dem Transport kleiner ovaler Käseformen in Zusammenhang stehen dürften.

Bedeutung bis heute

Die erstmalige direkte Bestätigung einer alpinen Milchverarbeitung schon in vorchristlichen Jahrhunderten unterstreicht den   Rang des Alpenraums als jahrtausendealte Kulturlandschaft und als Ort der Erhaltung materieller Zeugen einer elementaren Lebens- und Wirtschaftsweise.
Die heutige Alpwirtschaft, die Herstellung von würzigem Käse, die alten Handwerkstechniken und der respektvolle Umgang mit der Natur haben nach Thomas Reitmaier «eine hohe symbolische Bedeutung für die Verwurzelung der Schweiz in ihren Traditionen».
*Der Autor wohnt in Bolligen BE, bis zur Pensionierung  arbeitete er als Konservator/Redaktor in der Abteilung Archäologie am Bernischen Historischen Museum. Nachweis: Thomas Reitmaier: Plurimum lactis Alpinis – Urgeschichtliche Milchwirtschaft in den Alpen. Archäologie der Schweiz 39, 2016.

Quelle: https://www.schweizerbauer.ch/vermischtes/allerlei/kaesen-auf-alpen-hat-lange-tradition-35490.html

 

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URGESCHICHTLICHE TERRASSEN IM UNTERENGADIN

Die Terrassenlandschaft rund um Ramosch im Unterengadin ist ein einzigartiges Zeugnis der Landschafts- und Kulturgeschichte im Alpenraum. Seit 2014 erforscht ein internationales Team ihre URGeschichte und Nutzung, aber auch die Bedeutung der Terrassen für Gegenwart und Zukunft der Region.

Darüber berichten ForscherInnen und Studierende am kommenden Mittwoch in Ramosch.

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chasa da scoula, sala da gimastica, Ramosch
Schulhaus, Turnhalle, Ramosch
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luftbild alp fenga, fimbertal, 8.8.2017

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tv-dreharbeiten zur „geschichte der alpen“ im fimbertal/val fenga, silvretta

von montag bis mittwoch waren wir wieder einmal im fimbertal/val fenga, und damit auch zurück auf der heidelberger hütte. grund dafür waren aufwändige filmdreharbeiten für eine 60-minütige tv-dokumentation zur „geschichte der alpen“. im fimbertal wurden dafür die in den letzten 10 jahren entdeckten und untersuchten archäologischen befunde zur prähistorischen alpwirtschaft dokumentiert sowie experimentalarchäologische arbeiten zur frühen käseherstellung im alpenraum. ausgestrahlt wird der film voraussichtlich im kommenden frühjahr als terra-X-folge im zdf sowie auf dem sender ARTE. herzlichen dank an alle, die mit dabei waren!

 

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neues zu den alpen aus der tagespresse

http://mobil.derstandard.at/2000061838233/NeolithischeBauern-kannten-bereits-saisonalen-Viehtrieb

 

Forscher fanden Hinweise auf neolithische Viehhaltung mit drei unterschiedlichen Strategien. Auch alpine Käseherstellung dürfte älter sein als gedacht

Basel/Wien – In der jungsteinzeitlichen Siedlung „Arbon Bleiche 3“ am südlichen Ufer des Bodensees praktizierten Bauern bereits vor rund 5.400 Jahren unterschiedliche Formen der Viehhaltung. Das haben Wissenschafter um Jörg Schibler und Claudia Gerling von der Universität Basel zusammen mit deutschen und britischen Kollegen herausgefunden.

Aus der chemischen Analyse von prähistorischen Rinderzähnen und -knochen von 25 Tieren konnten die Forscher schließen, dass die neolithischen Bauern gleich drei Strategien der Viehhaltung verfolgten. Ein Teil der Rinder wurde demnach ganzjährig in unmittelbarer Nähe der Siedlung gehalten, ein weiterer Teil graste dauerhaft auf entfernten Weiden.

Der dritte Teil der Herde wurde offenbar meist in Siedlungsnähe, aber für einige Monate im Jahr auf entfernteren Weiden gehalten, teilte die Uni Basel am Mittwoch mit. Die Forscher fanden zudem Hinweise darauf, dass diese Rinder die wärmere Jahreszeit in höheren Lagen verbrachten. Dies deute auf eine beginnende alpine Weidewirtschaft hin, schreiben die Wissenschafter im Fachjournal „PLoS One“.

Soziale Unterschiede

Dass die Bauern der Siedlung am Bodenseeufer drei verschiedene Strategien parallel verfolgten, interpretierten die Forscher als Hinweis auf verschiedene soziale Gruppen, die sich auf unterschiedliche Formen der Rinderhaltung spezialisierten. „Es ist möglich, dass es bereits in der Jungsteinzeit unterschiedliche Zugangsrechte zu Weideflächen gab“, sagten Gerling und Schibler. „Um dem zunehmenden Druck auf die lokale Landschaft auszuweichen, brachten die Menschen ihre Tiere in entfernter gelegene Weideregionen.“

Das Dorf „Arbon Bleiche 3“ war etwa 3300 vor unserer Zeitrechnung zwar nur 15 Jahre lang bewohnt, wie frühere Analysen gezeigt haben. Es gilt jedoch als einer der wichtigsten jungsteinzeitlichen Fundorte der Schweiz. Unter anderem, weil hier viele organische Materialien erhalten blieben, beispielsweise Bauhölzer. Diese ließen sich aufs Jahr genau datieren.

Noch frühere Hirten

Diese Ergebnisse decken sich mit einer Studie von Berner Forschern, die kürzlich berichteten, es habe wohl bereits vor 7.000 Jahren Almwirtschaft in der Schweiz gegeben. Sie hatten festgestellt, dass in der Zeit um 5000 vor unserer Zeitrechnung Hirten mit ihren Herden ins Berner Oberland kamen. Das schlossen sie unter anderem aus prähistorischen Funden vom Schnidejoch und aus Seesedimenten aus der Region.

3.000 Jahre alter Käse

Anzeichen für beginnende alpine Käseherstellung hatten andere Wissenschafter zudem auf rund 3.000 Jahre alten Tonscherben gefunden, die in historischen Stätten im heutigen Engadin entdeckt wurden. Aus dieser Zeit stammen auch einfache Steinbauten, die vermutlich von Hirten bewohnt wurden und auf eine zunehmende Nutzung von Bergweiden hindeuten. (APA, red, 28.7.2017)

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Exkursion ALPIN archäologisch – kulinarisch: jetzt anmelden!

ALPIN archäologisch – kulinarisch

DIE Sommerexkursion nach Ftan und in die Silvretta

Am Wochenende 19./20. August 2017 laden wir zu einer Exkursion nach Ftan im Unterengadin ein, mit einem exklusiven Programm zu traditionellen alpinen Wirtschafts- und Kulturtechniken.

Sa. 19. August, ganztags, ab 9.30 Uhr (Treffpunkt Hotel Bellavista, Ftan):

Fahrt mit der Sesselbahn von Ftan nach Prui; Wanderung zur Alp Laret mit Führung durch Dr. Benno Furrer, Leiter Schweizerische Bauernhausforschung; Wanderung über die Alp Valmala ins Val Tasna und weiter zu den archäologischen Fundstellen (lic.phil. Daniel Möckli); Käseapéro auf der Alp Valmala, Wanderung nach Ftan; Tagesverpflegung aus dem Rucksack, alpine Wanderausrüstung beachten.

So. 20. August, ab 9 Uhr (Treffpunt Alte Mühle, Ftan):

Besuch der alten Mühle in Ftan, mit Führung durch Cilgia Florineth; Schaugarten mit alten Kulturpflanzen, Führung durch Peer Schilperoord.

Anschliessend Dorfführung durch Ftan mit Dr. Paul Grimm.

Individuelle Rückreise ab Ftan am Sonntagnachmittag.

Übernachtung in Ftan oder Umgebung, selbständig zu organisieren.

Eine Anzahl an Zimmern ist im Hotel Bellavista in Ftan vorreserviert – bitte bei Reservation diese Exkursion angeben:

info@bellavista-ftan.ch www.bellavista-ftan.ch

Kosten: CHF 60/50 (mit Gästekarte) bzw. CHF 20 (Kinder bis 12 Jahre) für alle Führungen und Eintritt Mühle.

Individuell zu zahlen sind die Transport-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten.

Die Teilnehmerzahl ist beschränkt, Anmeldung bis 14. August per Email an: thomas.reitmaier@adg.gr.ch

Lesetipp:  T. Reitmaier, Letzte Jäger, erste Hirten. Hochalpine Archäologie in der Silvretta (Chur 2012). ISBN: 978-3-906064-05-5.

Erhältlich im Buchhandel sowie beim Somedia Buchverlag.

http://www.berggetreide.ch/  

http://www.heimatschutz.ch/index.php?id=1108  

http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D1529.php

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alpiner grabungsbesuch im trentino

am mittwoch haben wir von chur aus einen raschen abstecher zu unseren „bridern im siden“ gemacht und ein seit mehreren jahren laufendes alpinarchäologisches projekt im val di sole/trentino besucht (Archeologia delle Terre Alte in Val di Sole: il progetto ALPES). auch hier haben sich zuletzt die hinweise auf eine bereits bronzezeitliche beweidung oder gar alpwirtschaftliche nutzung der alpinen gebiete oberhalb 2000 m verdichtet. wir warten gespannt auf die ergebnisse und (hoffentlich!) funde der diesjährigen kampagne.

vielen dank an die kollegen Francesco Carrer/univ. of newcastle und Fabio Cavulli/Univ. Trento.

 

http://laboratoriobagolini.it/?p=6009

http://www.valdisole.net/it/Convegno-Archeologia-e-Cultura/

http://www.unife.it/interfacolta/lm.preistoria/campagne-di-scavo/alpes-val-di-sole-tn

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landWIRTschaft – exkursion lavin

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Hirten – Hütten – Herden

kommende woche gibt’s, auf einladung des „Tübinger Vereins zur Förderung der Ur- und Frühgeschichtlichen Archäologie e.V.“ einen vortrag zum silvrettaprojekt an der universität tübingen

Dr. Thomas Reitmaier, Chur

Hirten, Hütten, Herden – Neues zur prähistorischen Alpwirtschaft in der Schweiz

Donnerstag, 13. Juli, 18 Uhr c.t., Universität Tübingen 
Schloss Hohentübingen

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Tracking Prehistoric Pastoralism in Subalpine and Alpine Soils – Preliminary Results of the Montafon and the Silvretta Alps (Austria/ Switzerland)

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Prähistorische Alpwirtschaft. Eine archäologische Spurensuche in der Silvretta (CH/A), 2007–2016

 

brandneu und in diesen tagen erschienen ist ENDLICH ein umfassender wissenschaftlicher beitrag zu den archäologischen arbeiten in der silvretta in den vergangenen 10 jahren. der knapp 50-seitige artikel im „Jahrbuch Archäologie Schweiz“ stellt erstmals detaillierter die archäologischen befunde insbesondere der prähistorischen baustrukturen im val tasna und fimbertal/val fenga vor und setzt die ergebnisse aus der silvretta in einen grösseren kulturgeschichtlichen zusammenhang im alpenraum. ausstehend bleibt die genauere auswertung der komplexen befunde von plan da mattun/val urschai und abri urschai/val urschai, die nur als appetizer publiziert sind.

herzlichen dank einmal mehr an alle kolleginnen und kollegen, die im letzten jahrzehnt an diesen vielfältigen forschungen teilgenommen haben.

https://www.academia.edu/33354093/Pr%C3%A4historische_Alpwirtschaft._Eine_arch%C3%A4ologische_Spurensuche_in_der_Silvretta_CH_A_2007_2016

Keywords: Alpen; Weidewirtschaft; Alpwirtschaft; Viehzucht; Subsistenz; Milch; Graubünden; Bronzezeit; Eisenzeit. – Alpes; économie agro-pastorale; exploitation des alpages; élevage de bétail; subsistance; lait; Grisons; âge du Bronze; âge du Fer. – Alpi; economia pastorale; economia alpestre; allevamento; sussistenza; latte; Grigioni; età del Bronzo; età del Ferro. – Alps; pastoral economy; Alpine pasture; animal husbandry; subsistence; milk; Graubünden; Bronze Age; Iron Age.

Zusammenfassung
Die Frage, seit wann Menschen in den Alpen ihr Vieh auf die höher gelegenen Weidegebiete verschieben, ist ein viel diskutiertes, methodisch komplexes Forschungsgebiet. Von 2007 bis 2016 untersuchte ein interdisziplinäres Projekt im Unterengadin die Ursprünge der sommerlichen Alpwirtschaft. Dabei wurden neben neolithischen sowie bronzezeitlichen Fundstellen drei spätbronzezeitliche bzw. hallstattzeitliche Baustrukturen in über 2000 m Höhe entdeckt. Die Befunde sind als Nachweis für eigentliche Alpwirtschaft in prähistorischer Zeit zu interpretieren. Vergleichsweise viel Keramik erlaubt dabei neben den naturwissenschaftlichen Datierungen eine sichere zeitliche Zuweisung der temporär genutzten Bauten. Weiterführende Analysen bewiesen zudem, dass manche Gefässe für die Verarbeitung von Milch verwendet wurden. Der Beitrag präsentiert die archäologischen Befunde und Funde vor dem Hintergrund prähistorischer Land- und Raumnutzung im Alpenraum.

Résumé
La chronologie du déplacement du bétail en contexte alpin avec pâturages d’altitude est un domaine de recherche complexe sur le plan méthodologique, suscitant de nombreuses discussions. En Basse-Engadine, de 2007 à 2016, un projet interdisciplinaire s’est consacré aux origines de l’exploitation estivale des alpages. Dans ce contexte, outre trois sites datant du Néolithiques et de l’âge du Bronze, on a découvert trois structures architecturales du Bronze final ou du Hallstatt, à plus de 2000 m d’altitude. Elles témoignent de l’exploitation des alpages à l’époque préhistorique. Grâce à la céramique, les édifices utilisés de manière temporaire peuvent être attribués à une fourchette chronologique bien définie, confortée par les datations scientifiques. Des analyses poussées ont révélé que certains récipients ont servi à la transformation du lait. On présente ici les structures et le mobilier archéologiques, dans le contexte d’une exploitation préhistorique du terroir et de l’espace alpin.

Riassunto
La questione dell’origine della transumanza nelle Alpi è un ambito della ricerca molto discusso e metodologicamente complesso. Dal 2007 al 2016 un progetto interdisciplinare si è occupato della questione dell’economia estiva alpestre nell’Engadina Bassa. Durante la ricerca sono stati scoperti, ad oltre 2000 m, accanto a siti del Neolitico e dell’età del Bronzo, tre costruzioni della tarda età del Bronzo e del periodo di Hallstatt. I ritrovamenti indicano come queste strutture siano indizi dell’esistenza di un’attività economica alpestre in epoca preistorica. La ceramica scoperta ha potuto essere datata e ha permesso così di attribuire ad un orizzonte cronologico ben definito gli edifici temporanei rinvenuti. Alcune analisi hanno inoltre indicato come alcuni recipienti siano stati utilizzati per la lavorazione del latte. Il presente contributo illustra i contesti e i reperti archeologici tenendo conto dell’utilizzo del territorio in epoca preistorica nelle Alpi.

Summary
The period in which Alpine dwellers first began to move their livestock to pastureland at higher elevations is a much discussed and methodologically complex question. As part of an interdisciplinary project, the origins of the Alpine summer pasture economy were examined between 2007 and 2016 in the Lower Engadine. Besides Neolithic and Bronze Age sites, three Late Bronze Age and Hallstatt-period constructions were discovered at elevations above 2000 m. The features can be seen as proof of the existence of a prehistoric Alpine pasture economy. Relatively large quantities of ceramic finds, together with scientific dating, have allowed us to securely date the buildings, which were only in use for part of the year. Further analyses showed that some of the vessels had been used to process milk. The paper presents the archaeological finds and features against the background of prehistoric land use and management in the Alpine area.

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summer dairying and the history of upland landscapes…

unser kollege dr. francesco carrer hat vor kurzem an der universität newcastle einen überblick zur frühen alpwirtschaft gegeben, der vortrag ist online, und zwar hier:

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eine traurige nachricht

vor kurzem hat uns eine traurige nachricht erreicht – wilfried hartmann, zuletzt wissenschaftlicher mitarbeiter und doktorand an der ETH Zürich/Institute of Geodesy and Photogrammetry, ist am vergangenen wochenende bei einem bergunfall in den schweizer alpen tödlich verunglückt. wilfried war im sommer 2011 für mehrere wochen mit der ETH am silvrettaprojekt beteiligt und u.a. für die drohnen- und vermessungsflüge im gebiet plan da mattun/val urschai verantwortlich. wir werden seine liebenswürdige, begeisternde art in guter erinnerung behalten. RIP.

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und noch ein ausblick auf den juni!!

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…the Long and Winding Road

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Aprilschnee ist besser als Schafmist

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work in progress: alle 14c-daten aus der silvretta (2007-2016), 6000 BC – 1500 AD

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zur mobilität bronzezeitlicher rinder: neue publikation erschienen!

plüss_abb7geschafft! – vergangene woche konnten wir einen weiteren wissenschaftlichen aufsatz im renommierten fachjournal „Quaternary International“ publizieren. gemeinsam mit kolleginnen der universität basel und southampton haben wir in den letzten zwei jahren die (vertikale) mobilität bronzezeitlicher rinder im unterengadin untersucht. ausgehend von tierknochen aus der siedlung ramosch-mottata haben wir eine serie neuer 14c-datierungen durchgeführt und im anschluss an diesen 3000 bis 3500 jahre alten rinderzähnen die werte des isotops strontium gemessen. variationen dieser werte im verlauf der mittel- bzw. spätbronzezeit interpretieren wir, in zusammenschau mit unseren archäologischen befunden, als veränderungen in der mobilität der rinder, d.h. im weiteren sinne als wandel in der nutzung der damaligen weidegebiete durch die viehherden. damit fügt sich – 10 jahre nach projektbeginn – ein weiterer, methodisch äusserst innovativer baustein in die übergeordnete frage prähistorischer weidenutzung im unterengadin bzw. in der silvretta. soweit bekannt, handelt es sich dabei wiederum um die allerersten Sr-analysen an prähistorischen tierknochen im alpinen raum. hoffentlich findet das pilotprojekt zahlreiche nachfolger, zumal das potential der archäobiologie und der modernen methoden äusserst vielversprechend ist.

herzlichen dank für die unterstützung in diesem projekt an claudia gerling, thomas doppler, alistair w.g. pike, sabine deschler erb, irka hajdas und christoph walser.

Reitmaier, T., et al., Alpine cattle management during the Bronze Age at Ramosch-Mottata, Switzerland, Quaternary International (2017), http://dx.doi.org/10.1016/j.quaint.2017.02.007

http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1040618216305134

zur methode:

https://de.wikipedia.org/wiki/Strontiumisotopenanalyse

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Exkursion nach Ftan und in die Silvretta

ALPIN archäologisch – kulinarisch

Eine Sommerexkursion nach Ftan und in die Silvretta

Am Wochenende 19./20. August 2017 laden wir zu einer Exkursion nach Ftan im Unterengadin ein, mit einem exklusiven Programm zu traditionellen alpinen Wirtschafts- und Kulturtechniken.

Sa. 19. August, ganztags, ab 9.30 Uhr (Treffpunkt Hotel Bellavista, Ftan):

Fahrt mit der Sesselbahn von Ftan nach Prui; Wanderung zur Alp Laret mit Führung durch Dr. Benno Furrer, Leiter Schweizerische Bauernhausforschung; Wanderung über die Alp Valmala ins Val Tasna und weiter zu den archäologischen Fundstellen (lic.phil. Daniel Möckli); Käseapéro auf der Alp Valmala, Wanderung nach Ftan; Tagesverpflegung aus dem Rucksack, alpine Wanderausrüstung beachten.

So. 21. August, ab 9 Uhr (Treffpunt Alte Mühle, Ftan):

Besuch der alten Mühle in Ftan, mit Führung durch Cilgia Florineth; Schaugarten mit alten Kulturpflanzen, Führung durch Peer Schilperoord.

Anschliessend Dorfführung durch Ftan mit Dr. Paul Grimm.

Individuelle Rückreise ab Ftan am Sonntagnachmittag.

Übernachtung in Ftan oder Umgebung, selbständig zu organisieren.

Eine Anzahl an Zimmern ist im Hotel Bellavista in Ftan vorreserviert – bitte bei Reservation diese Exkursion angeben:

info@bellavista-ftan.ch www.bellavista-ftan.ch

Kosten: CHF 60/50 (mit Gästekarte) bzw. CHF 20 (Kinder bis 12 Jahre) für alle Führungen und Eintritt Mühle.

Individuell zu zahlen sind die Transport-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten.

Die Teilnehmerzahl ist beschränkt, Anmeldung bis 14. August per Email an: thomas.reitmaier@adg.gr.ch

Lesetipp:  T. Reitmaier, Letzte Jäger, erste Hirten. Hochalpine Archäologie in der Silvretta (Chur 2012). ISBN: 978-3-906064-05-5.

Erhältlich im Buchhandel sowie beim Somedia Buchverlag.

http://www.berggetreide.ch/  

http://www.heimatschutz.ch/index.php?id=1108  

http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D1529.php

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silvretta in atlanta, USA…

Kristin Kruse, Archäologin aus Zürich, ist derzeit an der Georgia State University in Atlanta, GA, USA und präsentiert heute Mittwoch eine gemeinsame Projektarbeit zur Modellierung des Raum- und Flächenbedarfs (Ackerbau/Viehzucht) in der Silvretta.

WEDNESDAY MORNING, March 15th 2017:

Data, Theory, Methods, and Models. Approaching Anthropology and Archaeology through
Computational Modeling Networks/Modeling
Room: SCW 464
Organizers: Stefani Crabtree, Iza Romanowska, undefined undefined, Philip Verhagen

10:50 AM Kruse, Kristin, Spatial Pressure on Alpine Settlements? An Equation Based Case Study in the Silvretta Massif (Switzerland, Canton of Grisons)

Viel Erfolg!

Nähere Infos:

http://caaconference.org/

Programm:

http://caaconference.org/wp-content/uploads/sites/18/2017/03/13.CAA-2017-Program_PDF_Arial.pdf

 

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aviso – vortrag an der uni. tübingen

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im frühsommer geht’s – nach dem workshop im letzten herbst – noch einmal an die universität tübingen mit einem vortrag zu:

 

Hirten, Hütten, Herden – Neues zur prähistorischen Alpwirtschaft in der Schweiz

Dr. Thomas Reitmaier, Archäologischer Dienst Graubünden

13. Juli 2017,  ab 18 Uhr c.t., Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Tübingen

 

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herbst 2006!

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der junge edmund hillary kurz vor der everest-erstbesteigung im jamtal

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