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Val Tasna, Sommer 2012
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The Swiss Have Made Cheese Since the Iron Age

noch mal eine kleine zusammenstellung von berichten im internet:

 

http://www.smithsonianmag.com/ist/?next=/smart-news/swiss-have-made-cheese-iron-age-180958952/

Iron Age Man loved a nice bit of Swiss Cheese

https://worldradio.ch/news/0416/ancient-cheesemaking-discovered-in-alps.html

http://mentalfloss.com/uk/food/41811/iron-age-man-may-have-also-enjoyed-swiss-cheese

Swiss Cheese Has Been Made in the Alps Since Prehistoric Times

http://www.laboratoryequipment.com/news/2016/04/evidence-cheesemaking-found-prehistoric-pots

Swiss cheese dates back to first millennium BC the Iron Age

http://archaeologynewsnetwork.blogspot.ch/2016/04/iron-age-man-was-as-fond-of-swiss.html#PGmF7St5otGDuPUi.97

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Pro Montes Preis 2016 an B. Dietre!!

ein weiteres mal gibt’s dieser tage höchst erfreuliche nachrichten aus unserem projekt!

Der ProMontesPreis der Schweizerischen Stiftung für Alpine Forschung wurde 
am 28. April 2016, anlässlich der Phil.Alp-Tagung der Interakademischen 
Commission für Alpine Studien, ICAS, .in Luzern zum dritten Mal vergeben.

Preisträger ist Benjamin Dietre, Dissertant am Institut für Botanik der Universität
Innsbruck. Seine Arbeit über ''Einfluss der Weidewirtschaft auf die Biodiversität
der alpinen Landschaft des Unterengadins während den letzten 10'000 Jahren''
("Impact de l’agro-pastoralisme sur la biodiversité des paysages alpins de la 
Basse Engadine pendant les 10’000 dernières années.") gibt einen minutiösen
Einblick in die historische Entstehung der alpinen Offenlandbiotope im Gefolge
der Entstehung der alpinen Weidewirtschaft.

Hauptsächlich mithilfe von Pollenanalyse in Moortorfschichten konnte die Dynamik
der Holozän-Vegetation über eine Zeitperiode von mehr als 10'000 Jahren für die
Region des Silvrettamassivs zwischen Paznaun und dem Unterengadin
rekonstruiert werden. Als stärkste Veränderungskräfte der Vegetation wurden
– auch mit Proxydaten aus Bodenkunde und Dendrochronologie und mit
archäologischen Fundstellen oberhalb 1800 m.ü.M. – die natürlichen 
Klimaoszillationen des Holozäns und die in der Jungsteinzeit vor 6'000 Jahren 
beginnende Landbewirtschaftung identifiziert. Mit dem Übergang zur Bronzezeit
und später in der Römischen Periode und in der Mittelalterlichen Warmzeit nahm
durch Feldkultivierung und Brandrodung der Kulturlandanteil und damit der 
Lebensraum für Fauna und Flora der Offenlandbiotope kontinuierlich zu.

Heute scheint sich das Rad der Geschichte zuungunsten der alpinen 
Kulturlandschaft und ihrer Offenlandbiotope zurückzudrehen. Hoffen wir, dass
dieser botanisch-stratigraphische Tour d'Horizon durchs Holozän den Blick dafür
schärfen möge, was wir verlieren, wenn wir den Kampf gegen den
Kulturlandverlust nicht gewinnen.

Der ProMontesPreis im Wert von 5'000 Franken honoriert diese 
Nachwuchsforschung als wichtigen Beitrag für die Zukunftssicherung der alpinen
Kulturlandschaft. Erstmalig wird dieses Jahr als Ansporn für weitergehende 
Forschung zusätzlich eine projektbezogene Unterstützung von 20'000.- Franken
erteilt, sofern ein den PMP-Kriterien entsprechendes Nachfolgeprojekt vorgelegt 
wird.
Die Schweizerische Stiftung für Alpine Forschung sieht sich veranlasst, speziell die
Forschung für die Zukunftssicherung der kulturgegebenen Alplandschaften zu fördern,
weil diese im Gegensatz zu den naturgegebenen Wald- und Moorlandschaften des 
Berggebietes von den etablierten Naturschutzbestrebungen zu wenig berücksichtigt
werden.

Seit dem 20 Jahrhundert ist es auch im Alpenraum zu rasanten Umwälzungen
gekommen. So konnte sich zwar der Bergwald weitgehend vom Raubbau im 19.
Jahrhundert erholen und auch die Rasenlandschaft der alpinen Stufe hat von 
Naturschutzmassnahmen profitiert. Andererseits leidet aber die traditionelle 
Kulturlandschaft bis heute unter verschiedensten Entwicklungstendenzen der letzten 
Jahrzehnte. Mit Tourismus- und Verkehrsentwicklung eröffneten sich für die 
Bergbevölkerung Verdienstangebote, welche die Landschaftspflege vernachlässigbar 
machten. Die grösste Gefährdung erwächst der alpinen Kulturlandschaft und dem von 
ihr abhängigen Drittel des alpinen Biodiversitätsspektrums allerdings aus dem Sein oder 
Nichtsein der Landwirtschaft selbst. Einerseits führt ihre Intensivierung an rentablen
Lagen zum Artenrückgang. Andererseits führt die Bewirtschaftungsaufgabe dort, wo der 
Mangel an Arbeitsplätzen und Service public zur Abwanderung zwingt, durch
konkurrierende Verwaldung ebenfalls zum Rückgang der Artenvielfalt.

Zukunftssicherung für die alpine Kulturlandschaft erfordert ein ganzes Bündel
von Massnahmen; von innovativen Privatengagements bis hin zur gesetzlichen 
Wegbereitung. Die Schweizerische Stiftung für Alpine Forschung erhofft sich, dieses
Massnahmenbündel mit neuen Erkenntnissen aus der Nachwuchsforschung ergänzen
zu können.

Ganz im Sinne der Zielsetzung des ProMontesPreises:
Alpine Biodiversität statt Alpine Brache!

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eine nachricht aus china

http://www.joke98.com/qiwenyishi/kaogufaxian/20160428/378572.html

 

 

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wahrlich kein käseblatt

in der heutigen ausgabe der deutschen wochenzeitung „die zeit“ ist ein bericht über unsere arbeit erschienen. herzlichen dank an urs willmann für den unterhaltsamen beitrag!

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Veröffentlicht unter Alm/Alp, Alpine Archäologie, Archäologie, cheese, Engadin, Gletscher, Graubünden, Iceman, käse, milch, Neolithikum, Silvretta Historica, Tirol, Uncategorized, Weidewirtschaft

http://www.20min.ch/wissen/news/story/Schweizer-Bergkaese-gibt-es-seit-ueber-2500-Jahren-29763538

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Diese Galerie enthält 3 Fotos.

Galerie

eine kleine presseschau der letzten tage

https://www.sciencedaily.com/releases/2016/04/160421141507.htm

 

http://www.sci-news.com/archaeology/cheesemaking-swiss-alps-03804.html

 

http://www.ncl.ac.uk/press/news/2016/04/ironageswisscheese/

 

http://qz.com/668001/our-love-affair-with-mountain-cheese-began-in-the-iron-age/

 

http://www.archaeology.org/news/4403-160422-alps-prehistoric-cheese

 

https://www.york.ac.uk/news-and-events/news/2016/research/prehistoric-swiss-cheesemaking/

 

http://phys.org/news/2016-04-high-alpine-dairying-begun-years.html

 

http://www.ooyuz.com/geturl?aid=11341407

 

http://www.bcpost.com/index.php/sid/243453121

 

http://www.newindianexpress.com/lifestyle/Iron-Age-Man-Was-Fond-of-Swiss-Cheese-Too/2016/04/24/article3397800.ece

 

http://indy100.independent.co.uk/article/kim-jongun-and-iron-age-humans-shared-a-love-of-swiss-cheese-new-research-shows–ZJgl8VdrtZW

 

http://www.thestatesman.com/news/science-and-tech/iron-age-cheese-making-discovered-in-swiss-alps/138275.html

 

http://www.business-standard.com/article/news-ians/pre-historic-cheese-making-discovered-in-swiss-alps-116042400264_1.html

 

http://www.newsjs.com/uk/dairy-farming-in-alps-may-have-begun-over-3000-years-ago/dFys_Ve-JfV66KMVuo4w-ahsQs5AM/

 

http://archaeology-in-europe.blogspot.ch/2016_04_01_archive.html#2431290914927632251

 

https://in.news.yahoo.com/pre-historic-cheese-making-discovered-swiss-alps-081403029.html

 

http://indiatoday.intoday.in/story/dairy-farming-in-alps-may-have-begun-over-3000-years-ago/1/650140.html

 

https://nplus1.ru/news/2016/04/22/Iron-age-cheese

 

http://kopalniawiedzy.pl/ser-szwajcarskie-Alpy-mleko-ceramika-epoka-zelaza-Francesco-Carrer,24410

 

http://www.realmofhistory.com/2016/04/23/ancestors-iron-age-probably-fond-swiss-cheese/

 

http://marketbusinessnews.com/swiss-cheese-dates-back-first-millennium-bc-iron-age/132624

 

http://www.techtimes.com/articles/153320/20160425/ceramic-pots-reveal-prehistoric-origins-of-swiss-cheese.htm

 

http://www.asianage.com/newsmakers/swiss-cheese-was-popular-during-iron-age-too-044

 

http://www.business-standard.com/article/pti-stories/dairy-farming-in-alps-may-have-begun-over-3-000-years-ago-116042400159_1.html

 

http://phys.org/news/2016-04-high-alpine-dairying-begun-years.html

 

http://www.watson.ch/Wissen/Schweiz/587228717-Kein-K%C3%A4se–In-den-Schweizer-Alpen-wurde-K%C3%A4se-schon-in-der-Eisenzeit-hergestellt

 

http://www.nzz.ch/wissenschaft/archaeologie/forscher-finden-spuren-in-schweizer-alpen-1.18731959

 

http://diepresse.com/home/panorama/welt/4976308/Schweiz_Spuren-praehistorischen-Kaeses-entdeckt

 

http://www.blick.ch/news/schweiz/archaeologie-spuren-praehistorischer-kaeseherstellung-in-schweizer-alpen-entdeckt-id4961495.html

 

http://www.20min.ch/diashow/diashow.tmpl?showid=168793

 

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archaeology

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В Швейцарии нашли следы древнейшего высокогорного сыра

https://nplus1.ru/news/2016/04/22/Iron-age-cheese

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Chemical Analysis of Pottery Demonstrates Prehistoric Origin for High-Altitude Alpine Dairying

https://www.academia.edu/24655058/Chemical_Analysis_of_Pottery_Demonstrates_Prehistoric_Origin_for_High-Altitude_Alpine_Dairying

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Alpine Cheesemaking May Date Back 3,000 Years

http://www.archaeology.org/news/4403-160422-alps-prehistoric-cheese

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Iron age man was as fond of Swiss cheese as we are

Archaeologists have uncovered evidence that Swiss cheesemaking dates back to prehistoric times, paving the way for such delicacies as Gruyere and Emmental.

https://www.sciencedaily.com/releases/2016/04/160421141507.htm

 

 

 

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KANN SPUREN VON MILCH ENTHALTEN – ALPKÄSE IN DER EISENZEIT

Nach 10 Jahren intensiver archäologischer Forschungstätigkeit in der Silvretta ist uns zuletzt der entscheidende methodische Durchbruch in der Frage der frühen Alpwirtschaft gelungen. Unsere archäologischen Ausgrabungen haben vor einigen Jahren glücklicherweise eine vergleichsweise grosse Menge an prähistorischer Keramik geliefert, die vom 5. bis ins 1. Jahrtausend v. Chr. datiert – eigentlich eher ungewöhnlich für alpine Fundstellen in Höhen über 2000 m. Ausgewählte Fragmente haben wir mit einem internationalen Forscherteam an der Universität York chemisch analysieren lassen, um nähere Informationen auf die ehemalige Funktion dieser Töpfe zu erhalten. In der eisenzeitlichen Keramik war es möglich, Reste von Milchfetten nachzuweisen – ein starkes Indiz, dass in den zugehörigen festen, beinahe 3000 Jahre alten Steinbauten (Hütte; Pferch) Tiere gemolken und anschliessend die Milch weiterverarbeitet worden ist. Damit ist erstmalig im gesamten Alpenraum der direkte Nachweis für die Herstellung von nahrhaften und lagerfähigen Milchprodukten wie Käse, Butter oder Schmalz bereits in prähistorischer Zeit gelungen!

Vielen Dank allen beteiligten Kollegen für die tolle Zusammenarbeit und Unterstützung.

Nähere Informationen zum Artikel:

http://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/ekud/afk/adg/aktuelles/Seiten/start.aspx

Und hier geht’s direkt zum wissenschaftlichen Artikel:

http://dx.plos.org/10.1371/journal.pone.0151442

Illustration:

Rekonstruktion des eisenzeitlichen Viehpferchs im Val Tasna, Silvrettagebirge (Grafik: ikonaut)

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Silvretta-Gletscher deutlich geschrumpft

http://vorarlberg.orf.at/news/stories/2767683/

 

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Die Alpen aus der Sicht junger Forschender

Phil.Alp

Die Alpen aus der Sicht junger Forschender

Luzern, 28. und 29. April 2016

 

Mit einem Beitrag von B. Dietre zu den Arbeiten der letzten Jahre in der Silvretta:

Donnerstag, 28. April 2016, ab 13.30 Uhr

Benjamin Dietre, Institut für Botanik, Universität Innsbruck

Impact de l’agro-pastoralisme sur la biodiversité des paysages alpins de la Basse Engadine pendant les 10’000 dernières années.

http://philalp16.akademien-schweiz.ch

philalp2016

 

 

 

 

 

 

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una conferenza a Como

auf einladung der Società Archeologica Comense gibt es im rahmen der generalversammlung am sa. 9. april 2016,  1430 uhr einen vortrag über das silvrettaprojekt (und römische strassen) im schönen städtchen como/italien:

dott. Thomas Reitmaier

Economia e sfruttamento stagionale dell’area alpina  nei Grigioni negli ultimi 10.000 anni e strade romane

 

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im rechten licht

der prähistoriker und stern marcel cornelissen, der mehrfach in der silvretta mit dabei war, nimmt sich in dieser woche an der universität fribourg noch einmal dem neolithischen „kleber“ aus dem abri urschai an. ein spezielles mikroskop soll die auf dem harz/pech erhaltenen spuren (gewebe, fingerabdruck?) besser sichtbar machen und identifizieren. wir sind gespannt!

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τυρός

ἐν τῷ ῥά σφι κύκησε γυνὴ ἐϊκυῖα θεῇσιν

οἴνῳ Πραμνείῳ, ἐπὶ δ‘ αἴγειον κνῆ τυρὸν

κνήστι χαλκείῃ, ἐπὶ δ‘ ἄλφιτα λευκὰ πάλυνε,

πινέμεναι δ‘ ἐκέλευσεν, ἐπεί ῥ‘ ὥπλισσε κυκειῶ.

(Ὁμήρου, Ἰλιάς, Ῥαψωδία Λ)

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coming soon

Cornelissen, M., Reitmaier, T., Filling the gap: Recent Mesolithic discoveries in the central and south-eastern Swiss Alps, Quaternary International (2016).

 

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Whole mitochondrial DNA sequencing in Alpine populations and the genetic history of the Neolithic Tyrolean Iceman

noch einmal neues zum südtiroler eismandl:

http://www.nature.com/articles/srep18932

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Detection of incomplete enclosures of rectangular shape in remotely sensed images

Eine neue Publikation von I. Zingman, D. Saupe und K. Lambers zu einem sehr innovativen Teilprojekt in der Silvretta ist erschienen.

Den Beitrag gibt’s hier: Zingman_Saupe_Lambers_2015

 

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PNAS

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Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!

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COLLOQUIUM PRAEHISTORICUM, Universität Frankfurt

Dienstag, 12. Januar 2016, 16 Uhr c.t.

Dr. Thomas Reitmaier (Chur):

Richtig alter Käse – Den frühen Alphirten auf der Spur

Goethe-Universität , Frankfurt am Main,

Institut für Archäologische Wissenschaften

Campus Westend, IG-Farbenhaus, Norbert-Wollheim-Platz 1, R 311 (EG)

Nähere Informationen: hier

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happy birthday! 19.9.1991

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moore, käse, schafe, jäger und ein totes murmeltier – XXXIX. international bog exkursion visiting the Silvretta

Diese Galerie enthält 6 Fotos.

Galerie

internationale moorexkursion zu gast in der silvretta

am die. 8. und mi. 9. september ist eine internationale gruppe von botanikern im rahmen der „XXXIX. International Bog Excursion 2015“ unter der leitung von prof.  jean nicolas haas und prof. klaus oeggl/institut für botanik, universität innsbruck zu gast im unterengadin. gemeinsam besuchen wir die terrassenlandschaften um ramosch und vna, anschliessend die archäologischen fundstellen und paläoökologisch/palynologisch untersuchten moore im gebiet von ardez bzw. im val tasna und val urschai.

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rechzeitig zur HITZEWELLE …

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HIGH IMPACT – neue publikation!!

Katja Kothieringer, Christoph Walser, Benjamin Dietre, Thomas Reitmaier, Jean Nicolas Haas and Karsten Lambers:

High impact: early pastoralism and environmental Change during the Neolithic and Bronze Age in the Silvretta Alps (Switzerland/Austria) as evidenced by archaeological, palaeoecological and pedological proxies.

Zeitschrift für Geomorphologie, Vol. 59 (2015), Suppl. 2, 177-198.  Stuttgart, June 2015

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die feuerstellen unterm mikroskop! MIKROMORPHOLOGIE…

im vergangenen herbst 2014 konnten kurz vor ende der ausgrabungen in der silvretta an zwei fundstellen mit stechkästen mehrere sedimentproben entnommen werden (leitung: dr. philipp wiemann, uni basel/ADG). ziel der anschliessenden probenanalyse ist eine genauere klärung der schichtgenese, dh. auf welche weise die mit blossem auge kaum trennbaren archäologischen schichten entstanden sind. hier hilft die methode der sog. mikromorphologie – an der universität basel/IPNA wurden die proben vor kurzem in kunstharz eingegossen und zersägt – bereits jetzt sind die bestandteile der sedimente und einzelne schichtgrenzen, aber auch holzkohle und kleinfunde wie knochenfragmente deutlich besser zu sehen. es folgen nun sehr feine dünnschliffe, die unter dem mikroskop untersucht werden und hoffentlich genaueren aufschluss über die jahrtausende alten feuerstellen und archäologischen niveaus geben.

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Von alten Bäumen … und brennenden Bäumen

„… Wurzeln und Stöcke von Wäldern der Vorzeit werden hier und dort im Reusstale aus dem Boden gegraben, und alte Sagen, die unter den Landleuten fortgeerbt wurden, melden, dass, um die Schlupfwinkel der reissenden Tiere zu zerstören, die Vorältern die Wälder angezündet haben. Noch jetzt zünden in dem nachbarlichen Bünden bisweilen Landleute, nicht etwa aus Mutwillen Einzelner, sondern in Folge von Gemeindsbeschlüssen, ganze Wälder an, nicht aus Furcht vor Bären und Wölfen, sondern um durch die Brandasche den Boden der Berghänge zu düngen, und so den Graswuchs und die Weiden zu vermehren…“

Karl Albrecht Kasthofer, 19. Jahrhundert

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Verbrachte Ötzi den Sommer auf der Alm?

portuguese-thatched-raincoatalte fragen rund um den südtiroler eismann aus der kupferzeit werden wieder aufgegriffen

man darf gespannt sein

 

 

 

 

 

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dem alpvieh auf der spur – demnächst mehr!

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Aff?! – Fragmente eines endneolithischen Pavianknochens in der Silvretta!!

Kurz vor dem endgültigen Abschluss der äusserst umfangreichen Schlämmarbeiten der neolithischen Fundstelle Abri Urschai sind zu den ohnehin bereits fantastischen Objekten (Pfeilspitzen, Keramik, Birkenpech, verkohlte Sammelfrüchte etc.) weitere hochinteressante Fundstücke dazu gekommen. Aus den hunderten, z. T. äusserst kleinteilig fragmentierten und zumeist unbestimmbaren Tierknochen konnte neben den üblichen lokalen Wildtieren (Gämse, Murmeltier, Hase etc.) von den Archäozoologen mehrere Knochen eines ausgewachsenen, männlichen Mantelpavians (Papio hamadryas) identifiziert werden. Die gut erhaltenen, nur wenig angekohlten Knochen können aufgrund der Stratigraphie und mehrerer 14C-Daten eindeutig ins 3. Jahrtausend v. Chr. eingeordnet werden. Damit handelt es sich mit grosser Wahrscheinlichkeit um die ältesten und zugleich höchstgelegenen Funde dieser Art in ganz Europa. Völlig unklar ist allerdings bislang, wie das Exemplar der heute praktisch ausschliesslich im nordöstlichen Afrika und der Arabischen Halbinsel vertretenen Pavianart vor knapp 5000 Jahren in die Alpen gekommen ist. Mantelpaviane sind Allesfresser, die an ihren relativ trockenen Lebensraum angepasst sind. Bei der Nahrungssuche sind sie nicht wählerisch: Von Früchten und Kräutern über Wurzeln bis Insekten, Vogeleiern und Wirbeltieren kann alles auf ihrem Speiseplan stehen. Das klimagünstige Unterengadin würde sich somit grundsätzlich als Lebensraum eignen. Wie alle Paviane kommen sie mit relativ niederwertiger Nahrung aus und können etwa eine Zeitlang nur von Gräsern leben. Letzteres spricht dafür, dass urgeschichtliche Hirten das Tier im Sommer mit auf die Weide genommen und möglicherweise am Ende der Saison uns heute unbekannten Gottheiten geopfert und verspeist haben. Erhalten sind nur die fleischarmen Extremitäten – ein Hinweis auf eine rituelle Behandlung in Form eines Brandopfers.

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Von besonderer Bedeutung für die Interpretation des absolut singulären Hochgebirgsfundes scheint weiters die Tatsache, dass Mantelpaviane im Alten Ägypten als heilige Tiere galten. So wurde der Gott Thot manchmal in Paviangestalt dargestellt. Thot war unter anderem der Gott der Wissenschaft und des Mondes, Paviane wurden dementsprechend beim Unterrichten von Schreiberschülern dargestellt. Auch im ägyptischen Totenbuch werden sie erwähnt, sie sitzen am Bug der Todesbarke und der Tote wendet sich an sie und bittet um Gerechtigkeit für sich im Totenreich. Paviane genossen Schutz und wurden nach ihrem Tod sogar mumifiziert.

Denkbar ist nach diesen allersten Informationen also, dass vor knapp 5000 Jahren (Altes Reich) ein lebendes Mantelpavian-Exemplar aus Ägypten über den Mittelmeerraum bis in die Alpen gebracht wurde, etwa im Zuge einer mehrjährigen königlichen Expedition oder als besonderes Gastgeschenk einer ausgedehnten Handels- oder Diplomatenreise – vielleicht im Tausch gegen einheimischen Bergkäse oder Steinbockfleisch. Sobald alle Untersuchungen abgeschlossen sind – noch ausständig sind u.a. aDNA- sowie Isotopen-Analysen – ist eine rasche wissenschaftliche Publikation vorgesehen. Bereits für das kommende Osterwochenende hat Zahi Hawass  seinen Besuch in Graubünden angekündigt, um die zukünftige Zusammenarbeit zu koordinieren.

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hemingway in der silvretta

tolle Dokumentation auf Servus-TV

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Mesolithic on the move…

nachdem wir im letzten sommer auf einer internationalen tagung zum mesolithikum in den alpen einen überlick zu den neu entdeckten fundstellen der letzten 10 jahre im schweizer südostalpenraum geben konnten, haben wir am ende der letzten woche den dazugehörigen artikel für eine sondernummer der renommierten zeitschrift „Quaternary International“ eingereicht:

M. Cornelissen/T. Reitmaier, Filling the gap. Recent Mesolithic discoveries in the Swiss Alps (submitted, Feb. 2015).

wir freuen uns also auf die bevorstehende veröffentlichtung der mesolithischen fundstellen in der silvretta – vielen dank an marcel cornelissen für die grosse unterstützung! hup hup!

pfeilspitz

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silvretta

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ein mehrtausendjähriger FINGERABDRUCK?!

ein auf den ersten blick eher unscheinbares, aber hochinteressantes fundobjekt aus der silvretta konnte vor kurzem bei der bearbeitung genauer untersucht werden. es handelt sich um ein nur rund 2.5 cm langes, amorphes, sehr leichtes und dunkles gebilde, das bei den ausgrabungen unter dem im neolithikum (5.-3. jahrtausend v. chr.) genutzten abri urschai (val urschai) im sommer 2012 geborgen wurde. mit grosser wahrscheinlichkeit ist der fund als fragmentiertes stück birkenpech  zu identifzieren – ein destillat aus der baumrinde der birke, das in der urgeschichte als vielseitiger und sehr effizienter allzweckkleber eingesetzt wurde. möglich ist demnach, dass vor ort auf über 2000 m am feuer waffen und werkzeuge repariert oder neu geschäftet wurden – mehrere pfeilspitzen und zerbrochene feuersteingeräte, die aus den jungsteinzeitlichen feuerstellen geborgen wurden, sprechen jedenfalls dafür.

doch damit nicht genug – potzblitz! ein genauer blick auf das objekt offenbart zudem, dass auf der ursprünglich äusserst klebrigen masse ein fingerabdruck über mehrere tausend jahre erhalten geblieben ist! weitere analysen an diesem aufregenden fund werden folgen…

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ausgrabung im fimbertal, sommer 2010

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die ersten fremden – eine archäologische miszelle.

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vor kurzem ist zur neuen dauerausstellung „Ganz Oben“ im alpinarium galtür eine begleitpublikation erschienen. in einem kurzen beitrag werden darin auch die archäologischen forschungen der letzten jahre in der silvretta vorgestellt.

dieser beitrag steht hier als download zur verfügung.

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tja, woher kommt nun der silex?

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eine noch unbeantwortete frage im silvrettaprojekt ist jene, woher das rohmaterial der ausgegrabenen steingeräte stammt – vor allem silex/radiolarit, aber auch quarzit/ölquarzit und anderes. die lager-  und abbaustätten dieser lithischen rohstoffe stammen mitunter aus weiter entfernten gebieten ausserhalb der silvretta. gelingt eine … Weiterlesen

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Blick von der Norbertshöhe auf das Unterengadin und die Mottata

Blick von der Norbertshöhe auf das Unterengadin und die Mottata

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Silvretta in der Zeitschrift „Archäologie in Deutschland“

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die schweizer alpsaison: bald unesco-weltkulturerbe?

Der Schweizer Bundesrat hat heute eine Liste von Vorschlägen mit acht Schweizer Kandidaturen für die UNESCO-Listen des immateriellen Kulturerbes gutgeheissen. Der Umgang mit der Lawinengefahr, das Uhrmacherhandwerk, Schweizer Grafikdesign und Typografie, die Schweizer Alpsaison, der Jodel, die Historischen Prozessionen in Mendrisio, das Winzerfest in Vevey und die Basler Fasnacht werden nun schrittweise beim UNESCO-Komitee für das immaterielle Kulturerbe eingereicht. Die erste Kandidatur ist für 2015 geplant.

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(Bild: Keystone)

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Das kulinarische Erbe der Alpen: Urkäse

Material: ARD/ BR / Im vierten und letzten Teil der Dokumentation von Dominik Flammer und Christian Cull steht der Käse im Mittelpunkt: Urkäse – verschiedene Sauermilchkäse – wurden schon zu Keltenzeiten hergestellt. Sie waren lange die wichtigsten Käse im Alpenraum, erst im 20. Jahrhundert drohten sie vollständig zu verschwinden.

http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=46792

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impressionen 2007-2012

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Alpine Space Programme – Photo and Artwork competition

das silvrettafoto ist unter den vier gewinnern!!

nähere informationen gibts hier!

 

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vortrag in ftan/unterengadin, die. 30. sept. 2014

Alpine Archäologie in der Silvretta:

„Alte Knochen, Scherben und ein paar Steine.
10’000 Jahre alpine Kulturgeschichte
im Val Tasna und im Val Urschai“

Dienstag, 30. September 2014, 20 Uhr, Schulhaus Ftan (Gemeindesaal) – Ftan

Referat mit Dr. Thomas Reitmaier, Kantonsarchäologe Graubünden.
Moderation Dr. Paul Grimm
Ausklang mit Apero.

Eintritt frei, Kollekte

Ein Anlass zum Jubiläumsjahr „20 Jahre Gemeindebibliothek Ftan“
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herr capsoni, ein musikprofessor aus verona…

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schluss!

geschafft – die archäologischen untersuchungen in der silvretta sind abgeschlossen.

vielen dank an das team von 2014 – dani (dabei bei allen kampagnen seit 2007), christoph, moni und philipp!

team_2014

 

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allerletzte untersuchungen in der silvretta

ardez/ftan, val urschai – plan da mattun und abri urschai, letzte tage… 2007-2014.

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silvrettafoto für alpine-space-wettbewerb nominiert

das foto der sog. ältesten schweizer alphütte aus der zeit um 600 v. chr. im fimbertal/silvretta ist nominiert in der kategorie „liveable alpine space“ – unterstützt uns im wettwerb auf facebook – foto liken und teilen. vielen dank, tr


our picture of the oldest Swiss alpine hut, dated to 600 BC, in the Val Fenga/Silvretta is nominated in the category „liveable alpine space“ – give us your support on facebook – like the pic – and share! thx, tr

https://www.facebook.com/pages/EU-Alpine-Space/360166670675577?fref=photo#!/360166670675577/photos/a.950726241619614.1073741830.360166670675577/950726631619575/?type=3&theater
https://plus.google.com/107653711110742171518/posts#107653711110742171518/posts/LscbWX4ZHwM?pid=6046217631572979938&oid=107653711110742171518

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Alpine Archäologie – ein Wissenschaftsapéro im Oberengadin

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die geiss

Nach einer Sage soll ein Mann mit einer Geiß in eine Gletscherspalte gefallen sein und als man ihn fand, so soll der Mann ertrunken und in der Ill gelegen sein und die Geiß stand wohlerhalten auf dem Leichnam.

Quelle: Im Sagenwald, Neue Sagen aus Vorarlberg, Richard Beitl, 1953, Nr. 580, S. 304

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Silvretta Historica: Geschichte und Archäologie erleben!

der schnee ist weg – der bergsommer ist da – die ideale gelegenheit, in der silvretta geschichte und archäologie zu erleben und das attraktive touristische angebot im engadin kennenzulernen…

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Informationen zu den einzelnen Wanderungen gibts hier!

Silvretta historica – Kulturgeschichte grenzenlos erforschen und erleben.

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Palaeoecological evidence for Mesolithic to Medieval climatic change and anthropogenic impact on the Alpine flora and vegetation of the Silvretta Massif (Switzerland/Austria)

eine neue gemeinsame publikation zum silvrettaprojekt ist eben erschienen im Quaternary International…

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