Weitere Vermessungs- und Auswertungsarbeiten – und eine neue Unterkunft

donnerstag, 23.6.: eine 6-köpfige gruppe bricht frühmorgens ins paznaun auf, um verschiedene punkte im fimbertal, jamtal, auf der bieler höhe, auf dem zeinisjoch sowie in galtür und ischgl mittels DGPS zu vermessen. es handelt sich dabei einerseits um bisher bei den grabungen benutzte fixpunkte, andererseits um neu definierte punkte im gelände, die zur georeferenzierung des in den folgenden wochen für uns produzierten satellitenbildes dienen werden. trotz eher miesen wetters (regen und dichter nebel) hat alles bestens funktioniert und wir sind früher im engadin zurück als gedacht. vielen dank!

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freitag 24.6.: frühmorgens prüfe ich mit marcel noch einen bei uns eingegangen hinweis auf eine steinsetzung im wald oberhalb von tschlin, auch im auftrag des arch. dienstes graubünden. für uns ist der befund nicht eindeutig – was in diesem fall besser ist, weil das gebiet in nächster zeit durch strassenarbeiten umfangreich verändert werden wird. die eth-projektgruppen sind seit der rückkehr aus dem gelände bei der aufarbeitung und auswertung der z.t. ungeheuren datenmengen. erste blicke über die schultern der studierenden zeigen sehr vielversprechende ergebnisse, sowohl von plan da mattun wie von der burg steinsberg. wir sind sehr gespannt auf die schlusspräsentation der arbeiten am kommenden mittwoch in ftan. gearbeitet und diskutiert  wird hier in sur en übrigens regelmässig bis tief in die nacht, auch da merkt man unterschiede zwischen der uni zürich und der eth! an dieser stelle muss noch eine der zur zeit wichtigsten personen vorgestellt und gewürdigt werden: jules fenner vom igp/ethz, der hier über 3 wochen lang die gesamte infrastruktur managt und ein wachsames auge auf sämtliches vermessungsmaterial und die wertvollen gerätschaften (von unseren fahrzeugen bis hin zum toilettenpapier) hat!

gegen mittag übersiedelt die 4köpfige archäologentruppe in die neue unterkunft nach ardez, haus wachter, wo wir bereits zum 3. mal für 2 wochen zu gast sein dürfen. im verlauf des wochenendes stossen nun auch die noch fehlenden studierenden aus zürich, innsbruck/bamberg und wien zu uns, und ab montag werden wir (endlich) auch mit den grabungen und surveys bis 10.7. beginnen. das wetter sieht fürs erste jedenfalls sehr gut aus, und auch der nächste helikoptereinsatz ist damit gesichert, um montag früh das eth-material und den materialcontainer wieder sicher ins tal zu bringen.

abschliessend noch ein link auf einen nahen verwandten:

der bergbauernblog, von jürg wirth/lavin

Bruch ist ein Qualitätsmerkmal für locker gebackenes Schüttelbrot!

thomas reitmaier

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Über silvretta historica

Ein interdisziplinäres und archäologisches Forschungsprojekt des Archäologischen Dienstes Graubünden sowie der Universität Zürich im Silvrettagebirge zur prähistorischen Besiedlungsgeschichte der Alpen, in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Schweiz, Österreich und Deutschland.
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